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Lehrbuch der Zoologie
Entstehung
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Alleemeine Zooloi

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sondern aus zwei allerdings ineinander übergehenden Lagen bestellt, unddaß seine Entstehung mit der Bildung der Leibeshöhle eng verknüpft ist.Was nun die "Verbreitungsweise des Mesenchyms und des Mesepithelsanlangt, so sind 3 Fälle möglich und tatsächlich auch vorhanden. Esgibt rein mesenchymatöse Tiere, wie die Plattwürmer, und rein mesepi-theliale, wie die Sagitten, viele Anneliden und der Amphioxus; jesgibt endlich aber auch Tiere, bei denen der Mesoblast aus Mesenchymund Mesepithel besteht. Entweder entsteht zuerst das Mesenchym undspäter das Mesepithel, wie bei manchen Echinodermen, oder es wirdwie bei den meisten Wirbeltieren die umgekehrte Reihenfolge eingehalten.

Aus den 3 Keimblättern entstehen alle Organe eines Tiere dadurch,daß sich zunächst embryonales Zellenmaterial, meist durch Entfaltung,zu gesonderten Komplexen abgrenzt(organologischeDifferenzierung),und daß diese Zellkomplexe dann später in Gewebe verwandelt werden(histologische Differenzierung). Wie das geschieht, ist bei deneinzelnen Tierstämmen verschieden. Immerhin lassen sich folgende all-gemeine Sätze aufstellen: daß aus dem Ectoblast die Epidermis mitihren Drüsen und Anhängen, das Nervensystem und die Sinnesepithelienhervorgehen, daß der Entoblast den wichtigsten Teil des Darms mitseinen wesentlichen Drüsen erzeugt, daß endlich Muskeln, Bindesubstanz,exeretorische Organe ganz oder zum Teil im Mesoblast entstehen;mesoblastisch sind meist auch die Geschlechtsorgane.

In der Neuzeit ist die Frage viel erörtert worden, inwieweit die Verhalten

Keimblättertheorie auch für die Vorgänge bei der ungeschlechtlichen Fort- bläuet bei

Pflanzung Geltung besitzt. Zunächst würde man erwarten, daß bei der derr ö ° , ' Knospung.

Knospung und noch mehr bei der Teilung jedes Organ des Tochtertieressich von dem entsprechenden Organ des Muttertieres abspalte, oder,wenn das durch räumliche Verhältnisse unmöglich gemacht wird, voneiner dem gleichen Keimblatt angehörigen Gewebsmasse. In vielen Fällenist das sicher der Fall, wie z. B. bei der Knospung der HydroidenEntoderm und Ectoderm der Knospe von den entsprechenden Körper-schichten der Mutter abstammen (Fig. 93). Durch neuere Untersuchungensind wir aber mit Ausnahmen von dieser Kegel bekannt geworden. BeiBryozoen und Tzmicaten sind die bei der Knospung zur Verwendung-kommenden Zellen offenbar indifferente, noch nicht mit den Merkmalen einerbestimmten Körperschicht ausgestattete Elemente, welche demgemäß auchunabhängig von der Lage, welche sie im Muttertier einnahmen, je nachBedürfnis zum Aufbau der Organe benutzt werden können. Auch beider Regeneration verloren gegangener Teile hat sich ergeben, daß diebetreffenden Organe nicht immer aus derselben Körperschicht, welche sieim Embryonalleben erzeugt, entstehen. Die Linse des Wassersalamandersz. B. entsteht embn^onal aus dem Epithel der Haut, nach ihrer Exstir-pation dagegen wird sie vom Pigmentepithel der Iris regeneriert.

Beurteilung der verschiedenen Arten der Fortpflanzung.

Auf den voranstehenden Seiten habe ich eine schematisierte Ein-teilung der verschiedenen Arten der Fortpflanzung durchgeführt, wie siewohl im allgemeinen noch den herrschenden Auffassungen entspricht. Ob-wohl dieselbe sich begrifflich rechtfertigen läßt, entspricht sie doch nichtden natürlichen Verhältnissen, indem sie die Teilungen der Protozoen,welche Zellteilungen sind, und die Teilungen der Metazocn, welche auf