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Allgemeine Zoologie.
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Fig. 79. Schema des menschlichenLabyrinths. ?7Utriculus mit den halbkreis-förmigen Kanälen, £ Sacculus, durch denCanalis reuniens (Cr) mit der Schnecke (C)verbunden, ÄRecessuslabyrinthi, J^Sclmecken-blindsack, K Kuppelblindsack (aus 0. Hert-wig).
phorsaurem Kalk (ausnahmsweise bei Mysis von Fluorcalcium); sieschweben meist frei im Centrum des Bläschens und werden häufig vonFlimmerbüscheln, die von den nicht sensibeln Epithelzellen der Wandausgehen, oder in mannigfach anderer Weise in ihrer Lage gehalten.
Jedes Hörbläschen entwickelt sicli durch eine grubenförmige Ein-stülpung der Haut und ist somit vorübergehend ein Hörgrübehen.Daher darf es uns nicht wundern, daß das Organ bei vielen Tierendauernd auf dieser niederen Entwicklungsstufe stehen bleibt, wie z. B.die Flußkrebse ein offenes Hörorgan oder Hörgrübchen besitzen.Andererseits kann das Hörbläschen zu einem äußerst verwickeltenHohlraumsystem auswachsen, so namentlich bei den Säugetieren (Fig. 79),
wo es durch eine Einschnürungin den Sacculus und den Utri-culus zerlegt wird. Der Sac-culus ist mit einem spiral ge-wundenen Blindsack, derSchnecke, der Utriculus mitden drei Bogengängen versehen.Zum Hörbläschen, welches manwegen seines verwickelten Baues„Labyrinth" nennt, treten beiden Säugetieren, wie den meistenWirbeltieren die schallleitendenApparate hinzu und verleihendem Gehörorgan einen außer-gewöhnlich komplizierten Bau.Da es nun Tiere gibt, welche, ohne Hörblasen zu besitzen, guthören, wie Spinnen und Insecten, müssen wir annehmen, daß die Ge-hörorgane derselben nach einem anderen Typus gebaut sind. Sicheresweiß man jedoch nur über die tympanalen Hörorgane der Heuschrecken.Experimente an Repräsentanten der verschiedensten Wirbeltier-Klassen haben zu dem Resultat geführt, daß die drei senkrecht auf-einander stehenden Bogengänge das Gefühl für die Gleichgewichtslagedes Körpers vermitteln, während zum Hören bei den Säugetieren dieSchnecke, bei den übrigen Wirbeltieren die der Schnecke vergleichbareLagena dient. Entsprechend der rudimentären Beschaffenheit ihrer Lagenaist das Hörvermögen der Fische so unvollkommen entwickelt, daß manlange Zeit dasselbe ganz in Abrede stellte und das Labyrinth der Fischenur als ein Balancesinnesorgan gelten lassen wollte. Denn nachseiner Zerstörung fangen die Tiere an zu taumeln und das Gleichgewichtzu verlieren. Von diesen Erfahrungen ausgehend, haben neuere Forscherden Beweis geführt, daß die Hörbläschen der meisten wirbellosen Tiereausschließlich oder doch vorwiegend Organe des Gleichgewichtssinnessind. Dann würde die Bedeutung des Otolithen verständlich sein. Der-selbe, als ein Körper von relativ ansehnlichem spezifischem Gewicht,würde je nach der Gleichgewichtslage des Körpers die Crista acusticain verschiedener Weise beschweren und in Erregung versetzen. Erwürde daher besser Statolith, das „Hörbläschen" Statocyste genanntwerden.Sehorgane. Erregbai^keit durch Licht ist eine bei Tieren und Pflanzen weit
verbreitete Erscheinung; in ihren einfachsten Formen äußert sie sichdarin, daß Organismen beleuchtete Stellen aufsuchen oder vermeiden(positive und negative Phototaxis). Phototaxis findet sich auch da,
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