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Lehrbuch der Zoologie
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Allgemeine Zoologie.

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man das Keimepithel nennt. Mit Vorliebe bildet dasselbe einen Teilder epithelialen Auskleidung der Leibeshöhle, bei vielen Tieren dauernd,bei anderen nur vorübergehend; im letzteren Falle trennt es sich vonihr durch Abschnürung und bildet drüsenartige Körper, die Geschlechts-drüsen.

Fig. 68.

Fig. 69.

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Fig. 68. Segmentalorgan eines Oligochaeten, Schema (aus Lang), tu Flimmer-trichter, dis Dissepiment, ng x nicht drüsiger, ng* drüsiger Teil des Kanals, eb End-blase, In Leibeswand.

Fig. 60. Schema der linksseitigen Urniere eines Wirbeltieres; h Harnkanälchen,m Malpighische Knäuel mit zu- und abführenden Blutgefäßen, n Nephrostome, u Ur-nierengang.

Bei den meisten Tieren erzeugt das Keimepithel entweder nur weib-Hermaphro-liche oder nur männliche Geschlechtszellen; solche Tiere nennt man ge-^HiZ-trenntgeschlechtlich oder gonochoristisch im Gegensatz zu den ctarisimis -hermaphroditen oder zwitterigen Formen, bei denen in einem unddemselben Individuum beiderlei Geschlechtsorgane enthalten sind. Mankann verschiedene (irade des Hermaphroditismus unterscheiden. Ge-wöhnlich sind Hoden und Ovar zwar in demselben Tier vereinigt, inner-halb des Körpers jedoch räumlich getrennt, wie z. B-. bei unserem Regen-wurm, bei welchem zwei Segmente nur männliche, ein drittes Segmentnur weibliche Drüsen enthält (Fig. 70). Seltener ist die Vereinigungvon Hoden und Eierstöcken zu einem einzigen Drüsenkörper, einerZwitterdröse, welche in denselben Follikeln Samen und Eier produziert,wie bei den Lungenschnecken.

Hermaphroditismus ist bei niedriger organisierten Tieren imallgemeinen häufiger als bei den höher organisierten. Insecten undWirbeltiere sind fast ausnahmslos getrenntgeschlechtlieh; nur bei denKnochenfischen gehört Hermaphroditismus nicht zu den Seltenheiten: