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Allgemeine Zoologie.
tonealzellen. die zerfallenen „Chloragogenzellen") nach außen befördert.Beobachtungen ms. Anneliden machen es wahrscheinlich, daß die NephridienProtonephridien sind, welche durch Neubildung des Wimpertrichters mitder Leibeshöhle in Verbindung getreten sind.
Auf derartige Nephridien ist auch die Niere der Wirbeltierezurückzuführen. Der Umstand, daß bei Embryonen die Nierenkanälchenvielfach noch mit Nephrostomen in die Leibeshöhle münden, macht wahr-scheinlich, daß auch bei Wirbeltieren die Leibeshöhle früher einmal fürdie Excretion von Wichtigkeit gewesen ist. Die zunehmende Bedeutungder Blutgefäße, welche die Nierenkanälchen umspinnen und ihnen die ausden Geweben aufgenommenen Excretstofi'e zuführen, ist wohl Ursache ge-worden, daß die Niere unter Rückbildung der Nephrostomen ihre Verbin-dung mit der Leibeshöhle verloren hat. Besondersinnig werden die Beziehungen der Blutgefäße zuder Niere durch die Glomeruli (MalpighischenKörperchen der Niere), Gefäßverästelungen, welchedie Wand der Nierenkanälchen vorbuchten undso in das Lumen derselben hineinragen. Indemdie Nephridialkanäle der Wirbeltiere in einen ge-meinsamen nach außen leitenden Kanal (Harn-leiter) münden, treten sie meist enger zu einemkompakten Körper, der Niere, zusammen.
Fig. 67.
Fig. 66.
HL.
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Fig. 66. Distomum hepaticum mit Wassergefäßsytem.p Porus excretorius. o Mundöffnung (aus Hatschek).
Fig. 67. Blindes Ende eines Anneliden-Vrotonephri-diums mit zwei aufsitzenden, verbundenen Solenocyten,die mit ihren Geißelröhren in den Nierenkanal münden(nach Goodrich).
Fig. 67 a. Blindes Ende eines feinsten Wassergefäß-/ kanals (k) einer Turbellarie, n Kern, / Fortsätze der End-
g zelle, 7iy Flimmerläppchen der Endzelle, v Vacuolen.
B. Geschlechtsorgane.
Am Geschlechtsapparat der Tiere muß man die keimbereitendenStätten oder die Geschlechtsdrüsen und die Ausführwege unter-scheiden. Jene sind bei allen vielzelligen Tieren vorübergehend oderdauernd vorhanden, diese können dagegen gänzlich fehlen. Wenn dieGeschlechtsprodukte, wie es bei Cölentcraten der Fall ist, in der Hautoder im Darm entstehen, sind die Ausführwege überflüssig, da die ge-reiften Elemente durch Platzen des umhüllenden Gew r ebes direkt nachaußen oder in den Darm hinein entleert werden.Keimepithei Männliche und weibliche Geschlechtszellen nehmen, wie wir ge-
"Xüfen" 1 " sehen haben, aus einer indifferenten Anlage ihre Entstehung, welche