Allgemeine Zoologie.
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zugleich müssen auch Systole von Vorkammern und Systole der Kammerzeitlich alternieren. Aus den Kiemencapillaren wird das Blut durch dieKiemenvenen abgeleitet, die sich zu einem starken Stamm vereinigen,welcher seinerseits sich wiederum verästelt, um in den Capillarbezirk desKörpers überzuführen. Da die Verästelungen des durch die Kiemen-venen gebildeten Hauptstammes wieder in einen Capillarbezirk einleiten,muß man sie, wie den Hauptstamm selbst, Arterien nennen.
Fig. 64.
Fig. 05.
Fig. 65. Vorderes Ende des Her-zens von Scolopcndra (aus Lang nachNewport). hk Herzkammer mit Flügel-muskeln (/»«) und seitlichen Spaltöff-nungen (o) ■ ab, ac, al vom Herzen aus-gehende Arterien, die das Blut in dieLeiheshöhle ergießen.
Fig. 64. Schema für den Blutkreis-lauf der Fische, a' aufsteigender Arte-rienstamm mit den Kiemenarterien (ka).a- die aus den Kiemenvenen (kv) sichsammelnde absteigende Aorta, c Caro-tiden, kc Kiemencapillaren, h Herzvorkammer, k Herzkammer, vj Vena jugularis, vcVena cardinalis, vh Vena hepatica (cava inferior), da Darmarterien, dv Darmvenen,de Darmcapillaren, sc Körpercapillaren, Ic Lebercapillaren.
Während das Blut seinen Kreislauf durch den Körper beschreibt, Arteriellesändert es zweimal seine chemische Beschaffenheit und demgemäß auch undseine Farbe. Das Blut, welches aus dem Körpercapillarbezirk abfließt,hat einen großen Teil seines Sauerstoffs an die Gewebe abgegeben,Kohlensäure dafür eingetauscht und eine dunkelrote Farbe angenommen.Diesen Charakter behält, es bis in die Kiemencapillaren bei, wo es wiederunter Abgabe der Kohlensäure sauerstoffhaltig wird und sich hellrotfärbt. Die verschiedene Beschaffenheit des Blutes kannte man zuerstvon den Arterien und Venen des Körperkreislaufs und nannte das dunklere,kohlensäurereiche Blut venös, das hellrote, sauerstoffreiche dagegenarteriell, da ersteres in den Venen, letzteres in den Arterien fließt.
Blut.