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Lehrbuch der Zoologie
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Allgemeine Zoologie.

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tieren findet man einen Unterschied zwischen Pflanzen- und Fleischfressern,indem erstere einen viel längeren und infolgedessen in viele Windungengelegten Kanal haben. Der Darm eines Raubtieres mißt etwa das4 5fache der Länge des Körpers, der Darm eines pflanzenfressendenWiederkäuers das 2028fache. Ahnlich, wenn auch nicht so groß, sinddie Unterschiede zwischen Raubkäfern und pflanzenfressenden Käfern.

II. Respirationsorgane. Der Sauerstoff', welchen jedes Tier aufnehmenmuß, um ihn gegen die in den Geweben entstandene Kohlensäure ein-zutauschen, stammt entweder aus der Luft oder aus dem Wasser, je

Fig. CO.

Fig. 61.

Fig. 60. Zweiter linker Fuß eines Flußkrebses mit anhängender Kieme br(nach Huxley). cxp Coxopodit, (>J> Basipodit, ip Iscliiopodit, mp Meropodit, cp Carpo-podit, pp Propodit, dp Dactylopodit, cxs Coxopoditborsten, e Lamina der Kieme.

Fig. 61. Vorderes Ende von Terebella nebulosa (nach Milne Edwards). PPharynx, Dg dorsales Blutgefäß, K Kiemen, 7'Tentakeln.

nachdem das Tier ein Land- oder Wasserbewohner ist. Seltener geschiehtes, daß Wasserbewohner Luft atmen und dadurch gezwungen werden,zeitweilig an die Oberfläche des Wassers aufzusteigen, um Luft zuschöpfen; das gilt für die im Meere lebenden großen Säugetiere undfür viele im Süßwasser verbreitete Insecten, Spinnen und Schnecken.Luft- und Wasseratmung wird ausschließlich durch die Haut besorgt,solange diese zart und leicht durchgängig ist und solange keine höhereEntfaltung der Organisation einen lebhafteren Stoffwechsel verursacht.Ist das Sauerstoffbedürfnis dagegen ein größeres, so finden sich nochbesondere Atmungsorgane, die Kiemen für die Wasseratmung, dieLungen und Tracheen für die Luftatmung, neben denen dann dieHaut noch immer als ein Hilfsorgan von größerer oder geringerer Be-deutung tätig ist.