Allgemeine Zoologie.
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formen kennen gelernt. Dieser Gegensatz hat auch für die Besprechungder Muskulatur seine Bedeutung; denn es zeigt sich, daß sowohl Epithel-zellen wie Bindesubstanzzellendie Fähigkeit haben
contractileSubstanz zu bilden, und daß sichgenetisch daher zwei Muskelartenergeben, die Epithelmuskelnund die Bindesubstanzmus-keln, für welch letztere wir denseitlangem gebräuchlichenNamen„contractile Faserzelle" beibehal-ten wollen. Beide Arten Muskelzellen können a priori sowohl glatte wiequergestreifte Muskelsubstanz bilden; nur hat die Anhäufung der Binde-substanz um innere Organe es begünstigt, daß die contractilen Faser-zellen meist glatt sind.
Fig. 4v. Epithelmuskelzellen, a einerMeduse, b einer Aetinie.
Fig. 48.
Fig. 49.
Fig. 48. Contractile Faserzellen, a vom Mensche?;, b—e Beroe (Ctenophore), bjunge Faser, c verästeltes Ende, d Mittelteil, e Querschnitt einer ausgebildeten Faser.
Fig. 49. Quergestreiftes Primitivhündel, n Kerne, s Stelle, an der durch Zer-reißen der Fibrillen das Sarcolemm deutlich geworden ist (nach Gegenbaur).
Epithelmuskelzellen sind Zellen, welche mit dem einen Endean die Körperoberfläche oder die Begrenzung eines Innenraumes (Leibes-höhle, Darmlumen) heranreichen und hier sogar eine Cuticula, Geißelnund Flimmern besitzen können, während sie am anderen Ende contractileSubstanz in Form von Muskelnbrillen ausgeschieden haben (Fig. 47; aufeinem senkrecht zum Fibrillenverlauf angefertigten Querschnitt sind die