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Allgemeine Zoologie.
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auch nur Bewegungen in einer bestimmten Richtung, in der Richtungder Muskelachse, vollziehen. Ist die Muskelsubstanz somit in ihrer Be-wegung beschränkter als das Protoplasma, so bietet sie auf der anderenSeite die A r orteile größerer Energie und größerer Schnelligkeit. Ein mitder Natur der verschiedenen Bewegungsarten vertrauter Beobachter wirdschon aus der Intensität und Schnelligkeit mit ziemlicher Sicherheit ent-scheiden können, ob in einem gegebenen Fall eine Bewegung durchProtoplasma oder durch contractile Substanz im engeren Sinne (Muskel-substanz) ausgeführt wird.
Diese physiologischen Betrachtungen weisen schon darauf hin, daßProtoplasma und contractile Substanz auch morphologisch verschiedenerleiDinge sind, und daß man daher im Muskelgewebe scharf zwischen Bil-dungszelle oder Muskelkörperchen und Bildungsprodukt oder contractilerSubstanz unterscheiden muß, wie im Bindegewebe zwischen Bindegewebs-körperchen und Bindegewebsfibrillen. Tatsächlich ist auch dieser Unter-schied vorhanden, nur ist er optisch nicht immer gleich gut wahrnehm-bar. Man kennt in der tierischen Histologie zwei Arten oder, man kanna auch sagen, zwei Ausbildungsstufen der Muskel-
substanz, die homogene oder glatte und die quer-gestreifte. Da erstere dem körnchenfreien Proto-plasma sehr ähnlich sieht, ist ihre Abgrenzung gegendas Muskelkörperchen schwieriger zu erkennen alsbei der quergestreiften Muskelsubstanz, welcherdurch ihre feinere Structur ein ganz anderes Aus-sehen als dem Protoplasma gegeben wird. Bei derquergestreiften Muskulatur besteht die contractileSubstanz aus zwei in der Contractionsrichtung desMuskels regelmäßig, oft in sehr komplizierter Weisestreifte MiiskelfibrilTen miteinander alternierenden und bei der Contractiona im ruhenden, b im ihre Anordnung verändernden Substanzen, von denencontrahierten Zustand ( jj e e j ne ( i 0 pp e ]t, die andere einfach lichtbrechend(nach Rollet). . . ,„. „. er . n '.„,
v ist (Fig. 24, 46, 49).
Glatt« Die glatte Muskelsubstanz stellt eine niederere Entwicklungsstufe
gestreifte als die quergestreifte dar, indem sie vorwiegend bei minder hoch organi-
fasem'" s ' erfen un( l trägeren Tierformen vorkommt. Interessant ist in dieserHinsicht die Erscheinung, daß von zwei Entwicklungszuständen einer undderselben Art der einfach gebaute und träge Polyp glatte, die in jederHinsicht vollkommenere und beweglichere Meduse quergestreifte Muskelnhat. Der Unterschied in der Leistungsfähigkeit hat bei den Wirbeltierenzu der eigentümlichen Verteilung der Muskelsubstanz geführt, daß dieglatte Muskulatur vorwiegend den Eingeweiden, deren Bewegung nichtdem Willen unterworfen ist, angehört (organische, unwillkürlicheMuskulatur), während die dem Willen unterworfene und daher zuschnellerer Handlung berufene Körpermuskulatur (willkürliche Mus-kulatur) quergestreift ist. Man muß sich hüten, daraus den Schluß zuziehen, als ob der Unterschied von glatter und quergestreifter Muskulatursich mit dem Unterschied von Eingeweide- und Körpermuskulatur decke.Das Irrtümliche einer derartigen Auffassung erhellt schon daraus, daßfast die gesamte Körpermuskulatur der Mollusken glatt, dagegen dieEingeweidemuskulatur vieler Insecten und Krebse und die Herzmus-kulatur der Wirbeltiere wie ihre Körpermuskulatur quergestreift ist.E Bi t nde"sub" d ^ m ers ten und zweiten Abschnitt der Gewebelehre haben wir im
stanz- Epithel und in der Bindesubstanz zwei grundsätzlich verschiedene Gewebs-
nmskeln.
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Fig. 46. Vier querge-
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