Allgemeine Zoologie.
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Strängen durchsetzt, welche vermöge ihrer physikalischen Eigenschaftenelastische Fasern heißen und aus einer gegen die meisten Reagentienäußerst widerstandsfähigen Substanz, dem Elast in, bestehen. Endlichkönnen sich in der Grundsubstanz die feineren Bindesubstanzfibrillen ent-wickeln, welche das charakteristische Element der nächsten Gruppe bildenund zu dieser überleiten, je mehr sie durch Zunahme an Zahl in denVordergrund treten und den Charakter des Gewebes bestimmen.
Die faserige Bindesubstanz ist ausgezeichnet durch die reich-liche Anwesenheit der Bindegewebsfibrillen; dieselben sind Fädchen vonaußerordentlicher Feinheit und liegen in einer homogenen Grundsubstanz,die sie um so mehr verdecken, je reichlicher sie sind. In ihrem Verlaufesind sie entweder wirr angeordnet und nach allen Richtungen gekreuzt,oder sie verlaufen im wesentlichen parallel und in bestimmten Richtungen.Zwischen ihnen finden sich die rundlichen, spindelförmigen oder verästel-ten Bindesubstanzkörperchen (Fig. 39). Für die Wirbeltiere ist es charak-teristisch , daß die Fibrillen zu Bündeln gruppiert sind. Jedes Bündelwird gewöhnlich von den zu platten Zellen gewordenen Bindegewebs-
FaserigeBinde-substanz.
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Fig. 39. Faserige Bindesubstanzeiner Actinie
Fig. 40. Lockeres
faseriges Bindegewebe
(nach Gegenbaur).
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Fig. 41. Sehnengewebe(nach Gegenbaur).
körperchen umscheidet. Die Bündel verlaufen locker gekreuzt nach allenRichtungen (lockeres Bindegewebe, Zellgewebe der früheren Autoren)(Fig. 40), oder sie sind ihrerseits genau parallel gestellt und zu einerstraffen Fasermasse zusammengefügt (straffes Bindegewebe der Bänder,Sehnengewebe) (Fig. 41). Da nun die Fibrillen der faserigen Bindesub-stanz der Wirbeltiere noch eine weitere, sonst nicht vorkommende Eigen-tümlichkeit besitzen, daß sie aus Glutin bestehen und beim Kochen Leimliefern, ist es zweckmäßig, für diese Gewebsform den besonderen Namen„Bindegewebe" zu reservieren.
In allen faserigen Bindesubstanzen können als weitere Formelementedie elastischen Fasern auftreten; sie können sogar die gewöhnlichen Binde-gewebsfibrillen verdrängen und zum dominierenden Bestandteil der Binde-substanz werden, weshalb man dann von elastischem Gewebe spricht.
Knorpel und Knochen sind gleichfalls Gewebe, welche ihre Knorpel,charakteristische Ausbildung nur bei Wirbeltieren finden. Der Knorpelhat in seinem Aussehen viel Ähnlichkeit mit der homogenen Binde-substanz mancher wirbelloser Tiere: seine Grundsubstanz ist homogen