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aus einer Wasserglaslösung quantitativ abscheiden, so muß dasHydrat durch Erhitzen auf 100° C in das wass erärmere Hydrat^ijA&C^siene Seite 345) verwandelt werden. Zu diesem Zwecke säuert mandie Wasserglaslösung mit Salzsäure (Salpetersäure oder Schwefelsäure)an_und vordampft im Wasserbado zur völligen Trockene (die Massedarf nicht mehr nach Säure riechen). Den trock enen Rückstandbehandelt man mit Wasser, dem man etwas Säure zusetzt, filtriertund erhält ein fast kieselsäurefreies Filtrat.
2. Verhalten zu Ammonsalzen. Versetzt man eine Wasser-
/ glaslösung mit Chlorammonium oder einem anderen Ammonsalz, so wirddie Kieselsäure größtenteils -als Hydrat abgeschieden; dieAbscheidung ist nicht ganz quantitativ, immerhin voll ständiger, alsdie durch verdünnte Säuren in der Kälte..
Na, 2 Si0 3 + 2 NH 4 01 -|- 2 H 2 0 = 2 NaCl -f 2 NH 4 OH -f H 2 Si0 3
Na 2 Si0 3
(NHJ 2 C0 3 -f 2 H 2 0 = Na 2 C0 3
2 NH 4 OH
H,Si0 3
Die Abscheidung durch Ammonkarbonat ist wegen der Bildung
des Na.,C0 3
■ vollständig als die durch Ammonsalze der
starken Säuren, und dennoch ist man oft gezwungen diese Methodeanzuwenden, z. B. bei der Nachweisung von Fluor oder Chlor inSilikaten (siehe Seite 341).
Noch vollständiger als durch Ammonkarbonat wird die Kiesel-säure aus Wasserglaslösungen durch Zinkoxydammoniak abgeschieden :
Na,Si0 3 -f [Zn(NH 3 ) c ](OH) 2 = 2 NaOH -f- 6 NIL -f- ZnSi0 3
weil das entstehende Zinksilikat in der verdünnten Alkalilösungschwerer löslich ist als die freie Kieselsäure.
Die Abscheidung der Kieselsäure aus einer Wasserglaslösungmittels Ammonkarbonates wollen wir an einem häufig vorkommendenFall erläutern: Viele Gesteine, besonders die Zirkonsyenite Nor-wegens und Grönlands, viele Granite und Trachite enthalten kleineMengen Sodalith, ein chlorhaltiges Silikat aus der Leucitgruppe, vonder Zusammensetzung: NaCl, 3 NaAlSi0 4 . Will man in einemsolchen Gestein das Chlor nachweisen, so verfährt man wie folgt:Das feingepulverte Silikat wird mit der sechsfachen Menge Sodaim Platintiegel geschmolzen, die Schmelze nach dem Erkalten mitWasser ausgelaugt und filtriert. Das Filtrat enthält Natriumsilikatund alles Chlor als Chlornatrium. Man versetzt die mit Salpeter-säure fast neutralisierte Lösung mit Ammonkarbonat, erwärmt ge-linde, läßt 12 Stunden stehen und filtriert dann das ausgeschiedeneKieselsäurehydrat ab. Um nun den Eest der Kieselsäure zu ent-fernen, versetzt man die Lösung mit etwas Zinkoxydammoniak, ] )
*) Das Zinkoxydammoniak bereitet man durch Lösen von reinem Zinkin Salpetersäure, Versetzen der Lösung mit reinem Kaliumhydroxyd bis zur