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wart von viel Kieselsäure ist diese Operation zwei- eventuell drei-mal zu wiederholen.
Die Salze der Kieselsäure, die Silikate, sind außerordentlichzahlreich und meist sehr beständig. Viele sind so beständig, daßsie sogar von konzentrierten Säuren nicht angegriffen werden; anderewerden durch Säuren leicht zersetzt.
In Wasser sind nur die Alkalisilikate löslich.
Gemäß der verschiedenen Löslichkeit der Silikate unter-scheiden wir:
A. Wasserlösliche Silikate.
B. Wass erunlöslich e Silik ate , die wir wiederum ein-teilen in :
er) durch Säuren zersetzbare und
ß) durch Säuren nicht zersetzbare Silikate.
A. Verhalten der wasserlöslichen Silikate.
Die wasserlöslichen Silikate oder Wassergläser e rhält mandurch Schmelzen von Kieselsäureanhydrid oder irgend eines Sili-kates mit ätzenden Alkalien oder Alkalikarbonaten:
Si0 2 -f Na 2 OO s = Na 2 Si0 3 -(-- 00,
1. Verhalten zu Säuren. Die Alkalisilikato in wässerigerLösung reagieren stark alkalisch, beweisend, daß sie in hohem Oradehydrolytisch" dissoziiert sind:
Na,Si0 3 -f- H 2 0 ^t 2 NaOH -f SiO,,lI 2
Die Kieselsäure ist hier als Hydrosol in Lösung. Durch Zu-satz von Säuren wird das entstandene Metallhydroxyd in Salz über-geführt und ein Teil der Kieselsäure coaguliert und gefällt, voraus-gesetzt, daß die Lösung nicht zu verdünnt ist.
Na^SiOg + 2 HCl = 2 NaCl -f- H 2 8i0 3
Die Ausfällung ist also keine quantitative; es bleibensogar ganz beträchtliche Mengen Kieselsäure in Lösung und unterUmständen kann alle Kieselsäure in der verdünnten Säure gelöstbleiben. Gießt man nämlich eine 10°/ 0 ige Wasserglaslösung raschin überschüssige, Salzsäure vom spezifischen Gewichte LI—L3, sofindet keine Ausscheidung von Kieselsäure statt. Nach einigemStehen aber gesteht der ganze Inhalt des Glases zu einer Gallerte.Aus 1 %ig en Lösungen entsteht sogar nach jahrelangem Stehen keineFällung.
Die so abgeschiedene Kieselsäure ist also in verdünnterSäure beträchtlich löslich. Will man daher die Kieselsäure