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1 (1907) Qualitative Analyse
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triumkarbonatlösung durch '/^sttindige Digestion imWasserbade, noch leichter durch Kochen.

3. I )ie bei 200° g e t r o c knet e S ä u r e mit ca. 5 - 66°/ 0 W as s e rund die bei 300° getrocknete Säure mit 3'40°/ 0 Wasserlösen sich, wenn auch langsamer als die vorigen, vollständig durchDigestion mit l°/ 0 iger Sodalösung im Wasserbade.

4. Das bei schwacher Rotglut erhaltene Anhydrid(Si0 2 ) löst sich bei 'Lstündiger Digestion mit 1- oder5°/ 0 iger Sodalösung bei Wasserbadtemperatur nichtmehr vollständig, wohl aber nach zweistündigemKo chen.

5. Das heftig geglühte Anhydrid ist in 5°/ 0 iger,kochender Sodalösung nur nach langem, wiederholtem Kochen lös-lich, dagegen leicht löslich in starkor Natron- oder Kalilauge beiSiedehitze.

6. Das in der Natur v orko mmende Anhydrid (Quarz)ist als Pulver, wie man es durch Verreiben im Achat-mörser erhält, in 5°/ 0 iger Sodalösung so gut wie un-löslich und in Kalilauge außerordentlich schwer lös-lich. Bei sehr feiner Verteilung, wie man sie durchSchlämmen erhält, ist das Anhydrid auch in 5 0 / 0 ig erSodalösung vollkommen löslich. 1 )

Aus obigem ergibt sich, daß die Löslichkeit des Kiesel-säureanhydrides in Alkalikarbonaten von der Fein-heit des Materials abhängt.

Von wässeriger Mußsäure werden die Kieselsäuren, ebenso dasAnhydrid, gelöst unter Bildung von Kieselfluorwasserstoffsäure:

8i0 2 -f 6 HF = 2 H 2 0 -f II.SiF,.,

Beim Verdampfen dieser Lösung entweichen Fluorwasser-stoff und Fluorsilicium unter Hinterlassung von geringenMengen Kieselsäure, weil das Fluorsilicium durch vorhandenesWasser hydrolytisch gespalten wird (siehe Seite 339). Will mandaher die Kieselsäure durch Flußsäure völlig verflüchtigen, so mußdie hydrolytische Wirkung des Wassers aufgehoben werden, wasman leicht erreicht durch Zusatz von konzentrierter Schwefelsäure.

Um also die Kieselsäure vollständig mittels Flußsäure zu ver-flüchtigen, ver setzt mansie zunächst _ mit ein wenig Wasser und

höchstens 1 j, l com konzentrierter Schwefelsäu re, [ fügt dann Flußsäurehinzu, verdampft im Wasserbade, bis die Masse nicht mehr nachFlußsäure riecht, und verjagt die überschüssige Schwefelsäure durchErhitzen im schräg liegenden Tiegel über freier Flamme. Bei G-egen-

') G. Lunge und C. Millberg, Zeitschrift für angewandte Chemie,1897, S. 398.