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enthält zwar immer beträchtliche Mengen Fluor, aber nie dieGesamtmenge desselben. Mischt man aber das Fluoridm i t Ki esels ä u r ej£ o de r e i n e m Sil ik a t, so findet vollständigeZersetzung statt. Laugt man die Schmelze mit Wasser aus, sogehen Fluornatrium und N atrium silikat in Lösung, währenddas Calcium als Karbonat ungelöst zurückbleibt und durch Behan-deln mit Salzsäure leicht in Lösung gebracht werden kann.
b) Die Fluoride werden alle leicht durch A brau dien mitkonzentrierter Schwefelsäure in Sulfate übergeführt, dieman, wie unter Schwefelsäure angegeben, weiter auf Basenuntersucht.
Reaktionen anf trockenem Wege.
Die meisten Fluoride bleiben beim Erhitzen unverändert. Er-hitzt man sie an feuchter Luft, so geben sie bei Gegenwart vonKieselsäure den Fluorwasserstoff mehr oder weniger vollständig ab:
CaF 2 -f- H 3 0 + Si0 2 = CaSi0 3 + 2 HF.Die sauren Fluoride entwickeln beim Erhitzen leicht Fluor-wasserstoff, daher werden die Reagensgläser, worin das Erhitzen vor-genommen wird, stark geätzt.
Kieselfluorwasserstoffsäure H 2 SiF,;.
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Wie wir Seite 339 sahen, bildet sich diese Säure bei der Ein-wirkung von Fluorsilicium auf Wasser:
3 SiF 4 -\- 4 H 2 0 = 2 H,SiF G -f Si(OH) 4
Filtriert man die Kieselsäure ab, so erhält man eine stark sauerreagierende Flüssigkeit, welche Kieselfluorwasserstoffsäure enthält.Beim Eindampfen zersetzt sich die Säure in Fluorsilicium undFlußsäure:
H a SiF e = SiF 4 -f- 2 HF
Die Kiese lfluorwasserstoffs äure ist daher nur in wässeriger Lösungbekannt, während die Salze recht beständig sind.
Lö slichk ei tsver hält niss e. Die meisten Fluorsilikatesind in Wasser löslich; eine Ausnahme bilden das Kalium- unddas Bary um salz, die in Wasser sehr schwer, in 50°/ 0 igem Alkoholganz unlöslich sind.
Jj^Durch die Kieselsaure wird das Calciumflaorid in Kiesel fluor-calcium und Calciumsilikat verwandelt, die dann beide durchSoda vollständig zersetzt werden.
6 CaF 2 + 0 SiO a = 2 CaSiF, -f 4 CaSi0 3
CaSif e + 4 Na,C0 3 = CaC0 3 -f Na a SiO a + 3 C0 2 -f- G NaF