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1 (1907) Qualitative Analyse
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Beide Salze sind in Wasser sehr schwer löslich, in Alkohol(75°/ 0 ) und in konzentrierten Lösungen von Kalium- und Ammonium-chlorid so gut wie unlöslich. Letztere Eigenschaft verwertet man zurTrennung des Platins vom Golde und den übrigen Metallen.

2. Alkalijodide färben die Platinichlorwasserstoffsäure dunkel-braun :

[PtCLJH 2 4- 8 KJ = 6 KCl 4- [PtJ 6 ]K 2 -f 2 HJ

braune Lösung

.'$. Schwefelwasserstoff fällt in der Kälte nur sehr langsam,rasch in der Hitze, dunkelbraunes Platindisulfid PtS 2 .[PtCL]H 2 -f- 2 H 2 S = 6 HCl -f PtS 2

Das Platinsulfid ist in Mineralsäuren unlöslich, dagegen leichtlöslich in Königswasser. In farblosen Schwefelalkalien ist es schwerlöslich, leichter in Alkalipolysulfiden unter Bildung von Sulfosalz,das durch Säuren, unter Abscheidung von Platinsulfid, zer-setzt wird.

4. Ferrosalze reduzieren die Platinichlorwasserstoffsäure beiGegenwart von Säuren nicht (Unterschied von Gold), dagegen fälltin der Hitze, aus mit Soda neutralisierten Lösungen,alles Platin nebst Eisenhydroxyd:

[PtCl 6 ]H 2 + 3 Na 2 C0 3 + 4 Fe(OH) ä -f H 2 0 == 3 C0 2 + 6 NaCl -f 4 Fe(OH) 3 -f Pt

5. Oxalsäure fällt Platin nicht (Unterschied von Gold).

G. Ameisensäure fällt aus neutraler Lösung, bei Siedehitze,alles Platin als schwarzes Pulver:H[PtCl c ]H 2 + 2 | _ n == 6 HCl -f 2 C0 2 -f Bt

C ~ U OHAmeisensäureDie saure Platinlösung wird mit Soda neutralisiert.

7. Zinnchloriir reduziert Platinichlorwasserstoffsäure nur zuPlatinochlorwasserstoffsäure, nicht zu Metall:

[PtOLJHjg -f SnCL, = SnCl 4 + [PtClJH,

8. Glyzerin- und Natronlauge reduzieren Platinichlorwasser-stoffsäure in der Hitze, unter Abscheidung von schwarzem, pulverigemMetall:

CH,OH

CHOH -f. 3 [PtCl 6 ]Na 2 -f 16 NaOH =

iCH 2 OH

Glyzerin