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Beide Salze sind in Wasser sehr schwer löslich, in Alkohol(75°/ 0 ) und in konzentrierten Lösungen von Kalium- und Ammonium-chlorid so gut wie unlöslich. Letztere Eigenschaft verwertet man zurTrennung des Platins vom Golde und den übrigen Metallen.
2. Alkalijodide färben die Platinichlorwasserstoffsäure dunkel-braun :
[PtCLJH 2 4- 8 KJ = 6 KCl 4- [PtJ 6 ]K 2 -f 2 HJ
braune Lösung
.'$. Schwefelwasserstoff fällt in der Kälte nur sehr langsam,rasch in der Hitze, dunkelbraunes Platindisulfid PtS 2 .[PtCL]H 2 -f- 2 H 2 S = 6 HCl -f PtS 2
Das Platinsulfid ist in Mineralsäuren unlöslich, dagegen leichtlöslich in Königswasser. In farblosen Schwefelalkalien ist es schwerlöslich, leichter in Alkalipolysulfiden unter Bildung von Sulfosalz,das durch Säuren, unter Abscheidung von Platinsulfid, zer-setzt wird.
4. Ferrosalze reduzieren die Platinichlorwasserstoffsäure beiGegenwart von Säuren nicht (Unterschied von Gold), dagegen fälltin der Hitze, aus mit Soda neutralisierten Lösungen,alles Platin nebst Eisenhydroxyd:
[PtCl 6 ]H 2 + 3 Na 2 C0 3 + 4 Fe(OH) ä -f H 2 0 == 3 C0 2 + 6 NaCl -f 4 Fe(OH) 3 -f Pt
5. Oxalsäure fällt Platin nicht (Unterschied von Gold).
G. Ameisensäure fällt aus neutraler Lösung, bei Siedehitze,alles Platin als schwarzes Pulver:H[PtCl c ]H 2 + 2 | _ n == 6 HCl -f 2 C0 2 -f Bt
C ~ U OHAmeisensäureDie saure Platinlösung wird mit Soda neutralisiert.
7. Zinnchloriir reduziert Platinichlorwasserstoffsäure nur zuPlatinochlorwasserstoffsäure, nicht zu Metall:
[PtOLJHjg -f SnCL, = SnCl 4 + [PtClJH,
8. Glyzerin- und Natronlauge reduzieren Platinichlorwasser-stoffsäure in der Hitze, unter Abscheidung von schwarzem, pulverigemMetall:
CH,OH
CHOH -f. 3 [PtCl 6 ]Na 2 -f 16 NaOH =
iCH 2 OH
Glyzerin