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Das metallische Platin ist grauweiß. In fein zerteiltem Zustande,.ist das Platin granschwarz.
Von Mineralsäuren wird das Platin nicht angegriffen; es l ostsich nur in Königswasser unter Bildung von Platinichlor-wjysserstoffsäure [PtOyil.,, nicht Platinchlorid PtCl 4 .Ist aber das Platin mit Silber legiert, so löst es sich in Salpeter-säure, vorausgesetzt, daß genügend Silber vorhanden ist, mit demSilber zu einer gelben Flüssigkeit.
Wie das Zinn bildet das Platin zwei Oxyde:
Platinmonoxyd und PlatindioxydPtO Pt0 2
Beide Oxyde erhält man durch sorgfältiges Erhitzen der ent-sprechenden Hydrate. Sie sind äußerst unbeständig, indem sie beischwachem Glühen glatt in Metall und Sauerstoff zerfallen; alleübrigen Platinverbindungen verhalten sich ebenso.
Die wichtigsten derselben sind die Chloride. Durch Lösen vonPlatin in Königswasser erhält man stets die Platinichlorwasserstoff-säure [PtCl 6 ]H 3 , aus welcher das Platindi- und -tetrachlorid erhaltenwerden können, die mit Salzsäure die komplexen Säuren:
PtCl 4 -f- 2 HCl = [PtCljJHj Platinichlorwasserstoffsäure
(orangerote Kristalle)und PtCl, -f 2 HCl = [PtClJH, Piatinochlorwasserstoffsäure (nur
in Lösung bekannt)liefern.
Die wässerige Lösung der Platinichlorwasserstoffsäure ist gelb-orange, während eine Lösung der Piatino chlorwasserstoffsäure, vondemselben Gehalt an Platin wie die der Platiniverbindung, dunkel-braun ist.
Die Kalium- und Ammoniumsalze der Platino-chlor Wasserstoff säur e sind löslich in Wasser; dieentsprechenden Salze der Platinichlorwasserstoff-säure sind in Wasser sehr schwer-, in 75°/ 0 igem Alkoholso gut wie unlöslich.
Reaktionen der Platiniverbindungen auf nassem Wege.
Man verwende eine Lösung von Platinichlor-wasserstoffsäure:
1. Ammonium- und Kalitimchlorid erzeugen in konzentriertenLösungen von Platinichlorwasserstoffsäure eine gelbe, kristallinischeFällung:
[PtClgJHj + 2 KCl = 2 HCl + [PtClgJKg (vgl. S. 42)|PtCi 6 ]H 2 + 2(NHJCl = 2HCl-]-[PtCl 6 ](NH 4 ) 2 (vgl. S. 50)
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