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der Muffel. Das Blei schmilzt, oxydiert sich, und das gebildete Blei-oxyd schmilzt und sickert in die poröse Kupelle ein, wäh-rend ein Korn von Silber und Gold auf der Kupelle zurück-bleibt, das nach dem Aushämmern zu Blech mit Salpetersäure be-handelt wird, wobei das Silber sich löst und das Gold, meistens alsbraunes Pulver, zurückbleibt. Man filtriert, trocknet und schmilzt,wie oben angegeben, am Kohlensodastäbehen. Enthält die durchKupellation erhaltene Goldsilberlegierung auf einen Teil Gold dreiTeile Silber, so bleibt bei der Scheidung mit Salpetersäure dasGold als papierdünne, zusammenhängende braune Massezurück, die nach dem Glühen hart wird und die charakteristischegelbe Farbe annimmt. War das Verhältnis des Silbers zum Goldgrößer als 3:1, so ist die Trennung mittels Salpetersäure voll-ständig und das Gold bleibt als Pulver zurück. War aber inder Legierung weniger als 3 Silber: 1 Gold, so ist die Trennungmit Salpetersäure unvollkommen, das behandelte Blättchen siehtalsdann meist gelb aus und enthält noch Silber. In diesemFalle setzt man noch Silber zu und kupelliert mit 1 gr Blei, woraufdie Scheidung vollständig wird.
Um kleine Mengen Goldes in Erzen nachzuweisen, verfährtman ähnlich.
Ist man nicht im Besitze eines Muffelofens, so muß der müh-samere Nachweis auf nassem Wege gewählt werden. Um z. B.Gold in Pyriten nachzuweisen, röstet man eine größere Menge desErzes an der Luft, bis aller Schwefel abgebrannt ist, übergießt mitBromwasser und läßt im Dunkeln 12 Stunden stehen. Nach Ver-lauf dieser Zeit filtriert man die Lösung, welche nunmehr alles Goldals Auribromid enthält, kocht, um das überschüssige Brom zu ver-jagen, versetzt mit Eisenvitriol und etwas Schwefelsäure, kocht noch-mals und filtriert durch ein kleines Filter, das nach dem Waschenund Trocknen verascht und am Kohlensodastäbehen geschmolzenwird. Man kann nach den soeben geschilderten Methoden Bruch-teile eines Milligrammes Gold mit Sicherheit nachweisen.
Reaktionen auf trockenem Wege.
Alle Goldverbindungen geben mit Soda am Kohlensodastäbehengeschmolzen ein duktiles, gelbes Metallkorn, das sich nur in Königs-wasser löst. Die Lösung wird verdampft, mit Wasser aufgenommen,und gibt alsdann mit Zinnchlorür Goldpurpur.
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Platin = Pt. At.-Gew. = 194-8.
Spez. Gew. = 2P48. F. P. = 1780° C.
Vorkommen. Das Platin findet sich in der Natur gediegen,meist mit anderen Platinmetallen vergesellschaftet.