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Papier um einen feinen Platindraht, verascht dasselbe, befeuchtetden Glührückstand mit Salzsäure (mittels eines Kapillarröhrchens),hält in die nicht leuchtende Flamme und beobachtet die Färbung.Ziegelrote Farbe zeigt Calcium an!
War nach dem Verdampfen des Alkohols eine bedeutendeMenge des Nitrates zurückgeblieben, so prüft man selbstverständlichauf Calcium, ohne Anwendung des Papieres; außerdem löst maneine kleine Probe davon in Wasser auf und prüft mit Ammon-oxalat auf Calcium. Eine weiße Fällung, unlöslich in Essig-säure, zeigt Calcium an.
Um das Strontium nachzuweisen, wäscht man die zurück-gebliebenen Nitrate mehrmals durch Dekantation mit absolutemAlkohol, um alles Calcium zu entfernen, trocknet, vermischt mitüberschüssigem, trockenem Chlorammonium und erhitzt, bis keineAmmondämpfe mehr entweichen. Durch diese Operation sind dieNitrate des Strontiums und Baryums in Chloride x ) verwandelt worden:
(2 SrNO s ) 2 + 6 NH 4 C1 = 2 SrCl, -f 10 N -f 2 Cl + 12 H 2 0 ■)
Die erhaltenen Chloride behandelt man wie oben zuerst mit wonig99°/ 0 igem Alkohol und prüft die alkoholische Lösung durchFlammenfärbung auf Strontium. Carmoisinrote Flamme zeigtStrontium an.
Das in Alkohol unlösliche Baryumchlorid wäscht man mitAlkohol, um zurückgebliebenes Strontiumchlorid zu entfernen, undprüft den Eückstand ebenfalls in der Flamme: Eine gelbgrüneFlamme zeigt Baryum an. Wenn genügend Substanz zu Ge-bote steht, löst man davon in Wasser und prüft mit Kaliumchromatauf Baryum: Eine gelbe Fällung zeigt Baryum an.
Spuren von Alkalien und alkalischen Erden weist man amsichersten im Spektroskop nach. Wir wollen daher an dieser Stelleeine kurze Schilderung der Spektralanalyse folgen lassen.
Spektralanalyse (Bunsen & Kirchhoff, 1865).
Läßt man einen Strahl weißen Lichtes durch ein Glasprismagehen, so wird derselbe nicht nur von seiner Richtung abgelenkt,sondern er wird in Farben zerlegt, er erleidet eine Dispersion; undzwar werden die roten Strahlen am wenigsten, die violetten ammeisten abgelenkt. Das erhaltene Bild, das Spektrum, auf einem Schirmeaufgefangen, Fig. 5, zeigt die Farben nicht scharf abgegrenzt, sondern kon-
J ) Recht bequem kann man die Nitrate in Chloride verwandeln,mehrmaliges Eindampfen mit konzentrierter Salzsäure.
2 ) Keben dieser Eeaktion findet auch die folgende statt:
Sr(N0 3 ) 2 + 2 NH 4 C1 = SrCl 2 + 4 H 2 0 -j- 2 NO -f N 2
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