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1 (1907) Qualitative Analyse
Entstehung
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Man teilt ihn in 2 Teile und prüft den einen Teil auf Magnesium,den anderen auf Kalium und Natrium.

Zur Prüfung auf Magnesium löst man die Substanz inmöglichst wenig Wasser, oder wenn eine Lösung vorlag, so ver-dampft man zur Trockene und löst dann in wenig Wasser, fügt,falls die Prüfung auf Ammoniumverbindungen negativ ausfiel, etwasChlorammonium hinzu und hierauf Ammoniak. Entsteht jetzt schoneine Fällung, so muß noch mehr Chlorammonium hinzugesetztwerden, bis sich der entstandene Niederschlag von Mg(OH) 2 wiederlöst. Nun setzt man Natriumphosphatlösung hinzu und reibt dieGefäßwände mit einem Glasstabe. Bei Anwesenheit von Magnesium-mengen bis zu einigen Zehntel Milligramm pro 100 ccm Lösung,wird nach 2 3 Minuten sicher eine Fällung von kristallinischemMagnesiumammoniumphosphat entstehen. Entsteht aber keine Fällung,so stelle man das Glas beiseite und beobachte nach zwölfstündigemStehen, ob sich nicht am Boden und an der Gefäßwandung kleineKristalle abgesetzt haben; am besten zu sehen nach Ausgießen derFlüssigkeit. Entstehen Kristalle, so sind Spuren von Magnesiumvorhanden.

Prüfung auf Kalium und Natrium.

Zunächst muß die Lösung von Magnesium befreit werden,und da meistens Ammonsalze zugegen sind, so verdampft man zurTrockene und verjagt die Ammonsalze durch gelindes Glühen (dieSchale darf nicht rotglühend werden, um keinen Verlust anAlkalien zu erleiden). Der Glührückstand wird mit wenig Wasserversetzt (es ist nicht nötig, daß hiebei eine klare Lösung entstehe;bei Anwesenheit von Magnesium bleibt meistens basisches Mag-nesiumsalz ungelöst) und Barytwasser bis zur stark alkalischenReaktion hinzugefügt; dann kocht man und filtriert das entstan-dene Magnesiumhydroxyd ab. Diese Operation muß in einer Platin-oder guten Porzellanschale, nie im Glasgefäß vorgenommen werden,weil leicht Alkali vom Glas aufgenommen wird. Das Filtrat,das nun frei von Magnesium ist, säuert man sorgfältig mit Salz-säure an, befreit von überschüssigem Baryt durch Fällen mitAmmonkarbonat und Ammoniak bei Siedetemperatur, filtriert daskristallinisch gewordene Baryumkarbonat, verdampft das Filtrat zurTrockene, verjagt die Ammonsalze, löst den Rückstand in möglichstwenig Wasser und überzeugt sich, durch einen abermaligen Zusatzvon einigen Tropfen Ammonkarbonat und Ammoniak, ob die Fällungder Baryumsalze vollständig war, filtriert, verjagt von neuem dieAmmonsalze, löst in möglichst wenig Wasser, filtriert von aus-geschiedener Kohle (herrührend von einem geringen Gehalt des Am-moniaks an Pyridinbasen, die beim Glühen verkohlen) ab und