2. Baryumhydroxyd Mit das Magnesium fast quantitativHydroxyd aus seinen Lösungen, aber nur bei AbwesenheitAmmonsalzen:
MgCJ 2
Ba(OH) 2 = BaCl 2 -f- Mg(OH) 3
i>. Ammonkarbonat fällt bei Abwesenheit von Ammonsalzenstets basisches Salz, meistens nur beim Erwarmen oder nach längeremStehen. Die Zusammensetzung des ausfallenden Salzes schwanktmit der Temperatur und der Konzentration der Lösung; oft erhältman folgendes Salz :
4 MgS0 4 + 4 (NH 4 ).,CO„ + H 2 0 ==Mg 4 (C0 3 ) 3 (OED 2 + CO, + 4 (NH 4 ) 2 Sü 4
4. Natriumphosphat, das eigentliche Reagens auf Magnesium,erzeugt in chlorammoniumhaltigen Lösungen, bei Gegenwart vonAmmoniak, eine weiße, kristallinische (rhombisch, TiemTmorph) Fällungvon Magnesiumammoniumphosphat:
MgCl 2 + Na 2 HP0 4 -f- NH, = 2NaCl -f- MgNH^Oj 1 )
Reiben der Gefäßwände beschleunigt das Entstehen des Nieder-schlages. Aus sehr verdünnten Lösungen scheidet sich der Nieder-schlag oft erst nach längerem Stehen ab.
Reaktionen auf trockenem Wege.
Alle Magnesiumverbindungen werden beim Glühen an derLuft mehr oder weniger verändert, unter Hinterlassung von Oxydoder von basischem, unlöslichem Salz. Versetzt man aber irgendeine Magnesiumverbindung mit Soda und erhitzt vor dem Lötrohrauf der Kohle, so bleibt weißes, stark leuchtendes Magne-siumoxyd zurück. Dasselbe Verhalten zeigen Calcium-, Strontium-und Aluminiumverbindungen.
Die Magnesiumsalze sind nicht flüchtig, sie färben daher dieFlamme nicht und geben kein Flammenspektrum, wohl aber eincharakteristisches Funkenspektrum.
Nachweis der Alkalien neben Magnesium und Trennung von
letzterem.
Es seien diese Metalle in Form ihrer Chloride vorhanden.
Man prüft zunächst einen kleinen Teil der Substanz aufAmmonium, durch Erhitzen mit Natronlauge. Der Rest der Substanzwird zur Prüfung auf Magnesium, Kalium und Natrium verwendet.
] ) Das Magnesiumammoniumphosphat enthält 6 Molekeln Kristallwasser.