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1 (1907) Qualitative Analyse
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60
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prüft einen kleinen Teil der Lösung auf einem Uhrglas mittelsPlatinichlorwasserstoffsäure auf Kalium: ein gelber, kristallini-scher Niederschlag zeigt Kalium an. Den größeren Teilder Lösung benützt man zur Prüfung auf Natrium mittels derFlammenreaktion und des Kaliumpyrostibiates: Ein weißer kri-stallinischer Niederschlag zeigt Natrium an.

IV. Gruppe oder Gruppe alkalischer Erden.

Cal<

Strontium. Barynm.

All!

emeino charakteristische Eigenschaften.

Uie Metalle der alkalischen Erden sind zweiwertig, schwererals Wasser, zersetzen letzteres bei gewöhnlicher Temperatur unterEntwicklung von Wasserstoff und Bildung von schwerlöslichenHydroxyden, deren wässerige Lösung stark alkalisch reagiert. DieSalze sind farblos, meist in Wasser unlöslich. Die Halogen-verbindungen, Nitrate, Nitrite, Acetate sind löslich. DieKarbonate sind in Wasser unlöslich und zerfallen beim Glühenin Kohlendioxyd und weißes, unschmelzbares, starkleuch-tendes Oxyd:

CaC0 3 = CO.> -f CaO

Baryumkarbonat macht hievon eine Ausnahme; es verliert erstbei der strengsten Weißglut, unter Erweichen, sein Kohlendioxydund leuchtet nicht stark.

Sehr schwer löslich sind die Sulfate und Oxalate. Von denSulfaten ist das Baryumsulfat am schwersten, das Calciuin-su lfat am leichtesten, von den Oxalaten das Calciumoxalatam schwersten löslich. Die Strontiumsalze stehen in bezug aufLöslichkeit in der Mitte zwischen den Calcium- und Baryumsalzen;das Atomgewicht des Strontiums, das ja eine Funktion der Eigen-schaften ist, steht ebenfalls in der Mitte. Die Halogensalze sindflüchtig und erteilen der nicht leuchtenden Gasflamme eine charak-teristische Färbung.

Die Metalle der alkalischen Erden bilden Oxyde von derFormel RO und Peroxyde von der Formel R0 2 , welch letzterebeim Behandeln mit Säuren Wasserstoffperoxyd und Salze liefern,entsprechend dem Oxyd RO:

R0 2 + 2HC1 = H 2 0 2 -f- RC1 2