Druckschrift 
1 (1907) Qualitative Analyse
Entstehung
Seite
32
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

32 -

Das Metall ist gelb bis rot (CuAu).

Kupfer löst sich leicht in Salpetersäure und die Lösung gibtmit Ferrocyankalium einen rotbraunen Niederschlag. G o 1 d löstsich nicht in Salpetersäure, sondern nur in Königswasser. Die ver-dampfte Lösung scheidet auf Zusatz von Zinnchlorür metallischesGold von violettbrauner Farbe ab.

c) Reduktionen im Glasrohr.

Außer in der Boraxperle und am Kohlensodastäbchen lassensich Reduktionen im Glasrohr mit Hilfe von metallischem Natrium,Kalium oder Magnesium vornehmen.

So weist man geringe Mengen Phosphorsäure in wasserfreienSalzen wie folgt nach. In ein 3 mm weites und 50 mm langes Glas-rohr, das an einem Ende zugeschmolzen ist, bringt man die zuprüfende Substanz und ein kleines (durch Pressen zwischen Fließ-papier) von Petroleum befreites und zu einem Zylinder zusammen-gerolltes Stückchen Kalium oder ein Stück Magnesiumdraht underhitzt bis zum Erweichen des Glases. Meistens geht die lieduktionunter Feuererscheinung vor sich. Nach dem Erkalten zerdrückt mandas Glasröhrchen in einem Porzellanmörser und haucht die Massean, wobei sich deutlich der Geruch des Phosphorwasserstoffs zu er-kennen gibt.

In ähnlicher Weise lassen sich auch die Halogene, derSchwefel und der Stickstoff in organischen Substanzen nach-weisen. Siehe diese.

d) Reduktion in der oberen Reduktionsflamme behufs Herstellungvon Metall- und Oxydbeschlägen.

Die flüchtigen, durch Wasserstoff und Kohle reduzierterenElemente können in diesem Teile der Flamme mit großer Leichtig-keit nachgewiesen werden, so z. B. Arsen, Antimon, Kadmium,Wismut, Selen, Tellur. Man bringt eine kleine Probe derSauerstoffverbindung der Substanz, mittels eines dünnen Asbest-fädchens (Platin wird angegriffen), in den oberen Eeduktionsraum derkleingeschraubten Gasflamme, wo das Oxyd zu flüchtigem Metallreduziert wird, das durch die Flamme emporsteigt und in der oberenOxydationsflamme wieder zu Oxyd verbrannt wird. Hält man nuneine, mit Wasser gefüllte, außen glasierte Porzellanschale dichtüber die Probe, wie in Figur 3 bei B angedeutet, so kondensiertsich der Metalldampf und setzt sich in Form eines Metallbeschlagesan die Schale an. Hält man dagegen die Schale etwas oberhalbder oberen Oxydationsflamme (Stellung A), so bildet sich ein dünner,oft unsichtbarer Oxydbeschlag auf derselben.