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1 (1907) Qualitative Analyse
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nicht vierkantige schwedische Streichhölzer, sucht gute gradfaserigeHölzer aus und imprägniert sie mit Soda wie folgt: Ein Sodakristall(Na 2 CO g -j- 10 H 2 0) wird in der Flamme erhitzt, wobei ein Teildesselben in seinem Kristallwasser schmilzt. Mit dieser flüssigenSoda bestreicht man das Hölzchen bis zu 3 / 4 seiner Länge underhitzt es dann, unter beständigem Drehen um seine Achse, in derFlamme, bis die Soda schmilzt und in die Kohle eindringt. BeimEntfernen des Hölzchens von der Flamme sollten keine Stellen vor-handen sein, die weiter glimmen. Sollte das der Fall sein, so be-rühre man sie rasch mit der bereit gehaltenen Soda. So erhält manfeste Kohlenstäbchen, welche, ohne durchzubrennen, lange erhitztwerden können.

Zur Ausführung einer Reduktion bringt man eine geringeMenge des zu untersuchenden Körpers mit der gleichen Menge kal-zinierter Soda auf die Hand, fügt ein Tröpfchen geschmolzener Sodahinzu, mischt mittels der Klinge eines kleinen Taschenmessers zueiner gleichförmigen Paste und bringt diese durch Berühren mit demerwärmten Kohlenstäbchen an das Ende des letzteren. Nun erhitzt mandie Probe zuerst in der unteren Oxydationsflamme, bis sie geschmolzenist, und geht dann damit in die untere Reduktionsflamme; es findetbald heftiges Aufwallen der Schmelze statt, veranlaßt durch Ent-weichen der gebildeten Kohlensäure. Sobald die Masse ruhig schmilzt,ist die Reduktion beendet. Man läßt im inneren Flammenkegelerkalten und entfernt dann von der Flamme. Das Metall befindetsich nun am äußersten Ende des Stäbchens in einem Punkte kon-zentriert. Man bricht daher das Ende des Stäbchens ab, bringt esin einen Achatmörser, übergießt mit wenig Wasser und zerdrücktmit dem Pistill. Die überschüssige Soda geht in Lösung, Kohleschwimmt zum Teil oben auf dem Wasser und das spezifischschwere Metall sinkt zu Boden. War das Metall Eisen, Nickeloder Kobalt, so läßt es sich mit dem Auge nicht erkennen, wohlaber mit einer magnetischen Messerklinge herausziehen; es bleibtals Bärtchen an letzterer haften, meist noch vermischt mit Kohle.Nun trocknet man durch vorsichtiges Erwärmen der Klinge undstreift das Bärtchen zunächst zwischen Zeigefinger und Daumen ab,berührt wieder mit der magnetischen Klinge, an der jetzt das Metallallein haften bleibt. Dieses streift man an ein 34 mm breitesund 50 mm langes Streifchen Filtrierpapier x ) ab, so daß es demeinen Ende des Streifens möglichst nahe zu liegen kommt, fügtdann mittels eines Kapillarrohres einen Tropfen Salzsäure und einensolchen von Salpetersäure hinzu, erwärmt über der Flamme, bis der

1 ) Man wende das reinste Schleicher und Schulische Filtrierpapier hiezuan, weil das nicht gewaschene gewöhnliche Filtrierpapier meistens eisenhaltig ist.