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1. Beginnende Rotglut 525°C Schmelzpunkt d. Magnesiums 632° C
2. Dunkelrotglut 700° C „Aluminiums 657° C
3. Hellrotglut
4. Gelbgut
950° C1100°C
„ Silbers 962"C 1 )
.. Goldes 1063° C
„ Kupfers 1083° C
5. Beginnende Weißglut 1300°C
6. Volle Weißglut ' 1500° C Schmelzpunkt d. Platins 1780° C
Unter beginnender Eotglut schmelzen :Zinn bei 232° C, Wismut bei 268° C, Blei bei 326° C, Zink bei419° C.
2. Prüfung auf Flammenfärbung.
Man führt die Substanz (am besten in Form von Chlorid) aneinem dünnen Platindraht in die Flammenbasis und geht dann mitder Probe in den Schmelzraum.
3. Prüfung auf Flüchtigkeit.
Man erhitzt eine kleine Probe der Substanz in einem trockenenBeagensglas (Glührohr). Flüchtige Substanzen verwandeln sich hie-bei in Dampf (oft ohne vorher zu schmelzen), der sich an denkälteren Gefäßwandungen wieder kondensiert.
4. Oxydationen und Reduktionen.
a) In Glasperlen.
Als Glasmasse wendet man Borax (Na 2 B 4 0 7 -\- 10 H g O) oderPhosphorsalz (NH 4 NaHP0 4 -\- 4 H 2 0) an. Die Perle wird erzeugt,indem man einen äußerst feinen, ca. 3 cm langen Platindraht, derin einer, zu einem Glasstab ausgezogenen Glasröhre eingeschmolzenist, Fig. 1, erhitzt und den heißen Draht rasch in nahe derFlamme gehaltenen Borax oder in Phosphorsalz eintaucht, wobeieine kleine Menge des Salzes an den Draht anschmilzt. DurchWiedererhitzen und Eintauchen in die Salzmasse erhält man schließ-lich eine Perle von genügender Größe. Dieselbe sollte höchstens1*5 mm Durchmesser haben. Niemals mache man ein Ohrchen amDraht, weil so unnötigerweise die Oberfläche vergrößert wird. Esist nicht zu befürchten, daß die Perle herunterfällt, wenn der Drahtin der Flamme horizontal gehalten wird und die Perle nicht zu großist. Um die zu prüfende Substanz in die Perle zu bringen, be-feuchtet man letztere mit der Zunge und berührt damit die fein-gepulverte Substanz, wobei eine kleine Menge der letzteren daran
') H. Le Chatelier u. O. Bonduard: Mesure des Temperaturea elere'esParis 1900, S. 79 ff.