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selbstverständlich die Lösung wieder farblos, sogar durch die schwacheKohlensäure.
Außer diesen Indikatoren wendet man noch eine große Anzahlanderer an. Es seien noch erwähnt: Lackmus und Lackmoüd, diedurch Säuren r o t, durch Alkalien blau gefärbt werden, undKurkuma, das durch Alkalien gebräunt, durch Säuren wieder gelbgefärbt wird.
Hydrolyse.
Sehr wichtig ist die zersetzende Wirkung des Wassers auf vieleSalze (Hydrolyse). Entsprechend der Tatsache, daß Wasser einschlechter Leiter der Elektrizität ist, ist dasselbe nur in geringemGrade elektrolytisch dissoziiert:
H 2 0 ^ H -f- OH
Der Dissoziationsgrad beträgt nach den Messungen von Kohl-rausch und Heidweiler 1 ) bei 25° C 1'05 . 10~ 7 ; d. h.10,000.000 / Wasser enthalten ein Grammolekel dissoziiertes Wasser.Die Bedeutung dieser sehr kleinen Zahl wird weiter unten klar.
Hydrolytisch zersetzt werden :
I. Die Salze der schwachen Säuron mit starkenBasen.
II. Die Salze der starken Säuren mit schwachenBasen.
III. Die Salze der schwachen Säuren mit schwachenBasen.
IV. Die Salzo starker Basen mit starken Säurenwerden nicht merklich hydrolysiert.
Daß Hydrolyse stattgefunden hat, erkennt man daran, daß dieLösung der Neutralsalze von Gruppe I alkalisch, die vonGruppe II sauer und die von Gruppe III bald sauer, bald alka-lisch reagieren.
Die Ursache der Hydrolyse liegt in der Einwirkung des Wassersauf das gelöste Salz beziehungsweise auf dessen Ionen.
Da alle einbasischen Salze in wässeriger Lösung nahezu voll-ständig elektrolytisch dissoziiert sind (vgl. Seite 12).
v + -
MS ^tM-fS
Salz Metall Säure-rest
so können wir in den Vorgang der Hydrolyse allgemein durch dieGleichung:
J ) Zeitschr. f. phya. Ch. 14, S. 317.