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1 (1907) Qualitative Analyse
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2 Fe01 3 -f- 2 HJ ^> 2 FeCL, -f 2 HCl -f J sund es gilt für jeden Konzentrationsgrad die Beziehung:[FeCy* . [HCl]» . [J ä ] _ kongtant[FeCl.,]' . [HJ]» ~~ ~ k011stant -Will man die Reaktion im Sinne von links nach rechts quan-titativ verlaufen lassen, so muß die Konzentration des HJ x ) ver-größert werden, wodurch die des FeCL kleiner wird. Es läßt sichtatsächlich, durch Anwendung eines großen Überschusses von HJ,das Ferrisalz quantitativ zu Ferrosalz reduzieren, und man verwendetdiese Reaktion zur quantitativen Bestimmung des Eisens.

Dieses Gesetz der chemischen Massen Wirkung,welches 1867 zuerst von G-uldberg & Waage ausgesprochenwurde, gilt für alle umkehrbaren Reaktionen, gleichgültig ob sie sichbeim Vergasen oder beim Lösen abspielen.

Theorie der elektrolytischen Dissoziation.

Schaltet man zwischen die Polenden einer elektrischen Batteriefestes Steinsalz oder reines destilliertes Wasser, so wird in derDrahtleitung kein Strom zu konstatieren sein: ein in die Draht-leitung eingeschalteter dünner Platindraht wird nicht glühen. Dasfeste Steinsalz sowie das destillierte Wasser sind Nichtleiter oder rich-tiger sehr schlechte Leiter der Elektrizität. Löst man aber das Stein-salz in destilliertem Wasser und schaltet die Lösung zwischen diebeiden Polenden der elektrischen Batterie ein, so wird der kleinePlatindraht lebhaft glühen, beweisend, daß die Lösung des Koch-salzes ein guter Leiter, ein Elektrolyt ist. Dadurch ist erwiesen, daßbeim Lösen des nicht leitenden festen Steinsalzes in nicht leitendemWasser eine wesentliche Veränderung des ersteren vor sich gegangenist. Die gleiche Beobachtung können wir mit allen Säuren, Basenund Salzen machen. In wasserfreiem, festem Zustande sindsie Nichtelektrolyte, in wässeriger Lösung 2 ) dagegen Elektrolyte.Diese Erscheinung läßt sich leicht durch die von Arrhenius (1887) 3 )ausgesprochene Theorie der elektrolytischen Dissoziation erklären.Danach zerfallen alle Elektrolyte in wässeriger Lösung zum Teilin elektrisch geladene Individuen, in Ionen; und zwar nimmt dieDissoziation mit der Verdünnung zu. um bei sehr großer Verdünnungpraktisch vollständig zu werden. Für jeden Verdünnungsgrad besteht,

: ) Es soll das Ferrichlorid zu Perrochlorid reduziert, d. h. [PeCl 3 ] möglichstklein gemacht werden. Wollte man den Jodwasserstoff oxydieren, so müßteman selbstverständlich [FeCl 3 ] möglichst vergrößern, wodurch [HJ] praktischgleich Null würde.

2 ) Auch im geschmolzenem'Zustande sind sie Elektrolyte.

s ) Z f. phys. Ch. I, S. 631.'