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Es muß jedoch genügend Säure vorhanden sein, um die gebildetenOxyde zu lösen. Der wahre Vorgang ist daher:
2 KMnO 4 -fl0 FeS0 4 -f- 8 H 2 S0 4 = K 2 S0 4 -f-2 MnS0 4 -f5 Fe 2 (SOJ s
+ 8H 2 0
In alkalischer Lösung verläuft die Reaktion anders; diePermangansäure wird unter Abgabe von 3 Atomen Sauerstoff nurbis Mn0 2 reduziert:
2 HMn0 4 = H„0 -f- Mn 2 0 7Mn 2 0 7 = 2Mn0 2 + 30
5. Die oxydierende Wirkung der Chromsilure beruht aufdein Zerfall des orange-roten Chromsäureanhydrids inSauerstoff und grünes Chromoxyd:
2CrO s = Cr 2 0 3 + 30
So werden Ferrosalze in saurer Lösung sofort durch Chromsäure inder Kälte zu Ferrisalzen oxydiert:
2 Cr0 3 + 6 FeO = Cr 2 0 8 -f- 3 Fe 2 0 3
Zu dieser Oxydation wendet man das Kaliumdichromat und eineMineralsäure an, welch letztere den Zweck hat, zunächst die Chrom-säure in Freiheit zu setzen und dann die gebildeten Oxyde zu lösen.Die Oxydation des Ferrosulfates zu Ferrisulfat wird durch folgende( i leichung dargestellt:
K 2 Cr 2 0 7 -f 6 FeSO, -f- 7 H 2 S0 4 = 7 ILO -f K,S0 4+ 0r,(S0 4 ), + 3 Fe 2 (SOj/
Reduktionen. Unter Reduktion im engeren Sinne verstehtman die Überführung einer sauerstoffreicheren in eine sauerstoff-ärmere, oder sauerstoffreio Verbindung. Das Ferrioxyd geht, durchGlühen mit Kohle, zunächst in Ferrooxyd und schließlich inmetallisches Eisen über:
Fe 2 O s -j- C = CO + 2 FeO2 FeO -J- 2 C = 2 CO -f- 2 Fe
Ebenso nennt man Reduktion die Zurückverwandlung einesDerivates der höheren in ein solches der niedrigeren Oxyde, wiez. B. die des Ferrichlorides in Ferrochlorid durch Chlorentzug:FeCL — Cl = FeCL,
Die wichtigsten Reduktionsmittel sind:
1. naszierender Wasserstoff,
2. schweflige Säure,
3. Schwefelwasserstoff,
4. Zinnchlorür,
5. Jodwasserstoff.