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1 (1907) Qualitative Analyse
Entstehung
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Es muß jedoch genügend Säure vorhanden sein, um die gebildetenOxyde zu lösen. Der wahre Vorgang ist daher:

2 KMnO 4 -fl0 FeS0 4 -f- 8 H 2 S0 4 = K 2 S0 4 -f-2 MnS0 4 -f5 Fe 2 (SOJ s

+ 8H 2 0

In alkalischer Lösung verläuft die Reaktion anders; diePermangansäure wird unter Abgabe von 3 Atomen Sauerstoff nurbis Mn0 2 reduziert:

2 HMn0 4 = H0 -f- Mn 2 0 7Mn 2 0 7 = 2Mn0 2 + 30

5. Die oxydierende Wirkung der Chromsilure beruht aufdein Zerfall des orange-roten Chromsäureanhydrids inSauerstoff und grünes Chromoxyd:

2CrO s = Cr 2 0 3 + 30

So werden Ferrosalze in saurer Lösung sofort durch Chromsäure inder Kälte zu Ferrisalzen oxydiert:

2 Cr0 3 + 6 FeO = Cr 2 0 8 -f- 3 Fe 2 0 3

Zu dieser Oxydation wendet man das Kaliumdichromat und eineMineralsäure an, welch letztere den Zweck hat, zunächst die Chrom-säure in Freiheit zu setzen und dann die gebildeten Oxyde zu lösen.Die Oxydation des Ferrosulfates zu Ferrisulfat wird durch folgende( i leichung dargestellt:

K 2 Cr 2 0 7 -f 6 FeSO, -f- 7 H 2 S0 4 = 7 ILO -f K,S0 4+ 0r,(S0 4 ), + 3 Fe 2 (SOj/

Reduktionen. Unter Reduktion im engeren Sinne verstehtman die Überführung einer sauerstoffreicheren in eine sauerstoff-ärmere, oder sauerstoffreio Verbindung. Das Ferrioxyd geht, durchGlühen mit Kohle, zunächst in Ferrooxyd und schließlich inmetallisches Eisen über:

Fe 2 O s -j- C = CO + 2 FeO2 FeO -J- 2 C = 2 CO -f- 2 Fe

Ebenso nennt man Reduktion die Zurückverwandlung einesDerivates der höheren in ein solches der niedrigeren Oxyde, wiez. B. die des Ferrichlorides in Ferrochlorid durch Chlorentzug:FeCL Cl = FeCL,

Die wichtigsten Reduktionsmittel sind:

1. naszierender Wasserstoff,

2. schweflige Säure,

3. Schwefelwasserstoff,

4. Zinnchlorür,

5. Jodwasserstoff.