Mangansaures und Uebermangansaures Kalium.
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-\- C1K -)- 3 H2O. 1 ) In wenig Wasser löst sich dieSchmelze mit tief dunkelgrüner Farbe; beim Ver-dunsten dieser Lösung in vacuo krystallisirt das Kalium -manganat, isomorph mit dem -sulfat und -Chromat, 2 )in dunkelgrünen rhombischen Prismen. Verdünnt manaber die grüne Lösung mit Wasser, so geht unter Ab-scheidung von braunem Superoxydhydrat, Mn(OH)4,die grüne Farbe allmählich durch blau, violett in dieschön rothe des übermangansauren Kaliums, MnCuK,Kaliumpermanganats [Kalium hypermanganicum]über: 3 MnOiK* -j- 4 H a O = 2 MnCUK -4- Mn(OH) 4 +4 KOFI; Chamäleon minerale. Rascher erfolgt dieseUmwandlung durch Ansäuern oder Einleiten vonKohlendioxyd, weil hierdurch das entstehende Aetz-kali neutralisirt wird. 3 )
') Structurchemisch:
Mn =
oo
+ OJ-K
V
OK,
V ±
= Mn
= o= o
-OK-OK
Kaliummanganat.
2 ) Diese drei isomorphen und analog const ituirten Salze,SO-i(OK)i, CrOz(OK)i, MnO'i( OK)t zeichnen sich durch die weiteregemeinsame Eigenschaft aus, dass sie ohne Zersetzung schmelzen.
3 ) Die Umwandlung des Kaliummanganats in -perman-ganat ist eine Selbstoxydation, weshalb sich auch Mangansuper-oxydhydrat abscheidet:
Mn0 2 :
-0 K
■ O
,0
K
VI
MnO„ v
\0 K
KO-
Mn:
VII
o
: O= O
■ O KKaliumpermanganat
=2 Mn : ° +2K20+ M n
o
0 ;
und 2 K a O -f- 2 Ha O = 4 K OH; Mn Oa -f 2 Ha O = Mn (OH)i.
Hierbei wirkt also nicht etwa der Luftsauerstoff, und ein Zusatz von Säurenbeschleunigt diese Selbstoxydation, indem das entstehendeAlkali der Umwandlung in Permanganat hinderlich ist. Denn, um-gekehrt wird die rothe Lösung des Permanganats durchZufügen starker Kalilauge (und etwas Alkohol) wieder grün:
VII VI
2 Mn O4 K -J- 2 K OH = 2 Mn Ot Ka -f- O -f- Ha O !