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Anorp'aniscJie Chemie.
Gibt man zu einer Manganosalzlösung Natron-lauge und Bromwasser, so fallen braune Hydrate,M11O2H2O, resp. MnOs-2 H2O, des Mangandioxydes,MnOa, Mangansuperoxydes aus. 1 ) Natürlich kommtdasselbe vor in dunkelgrauen strahligen Massen oderfast schwarzen rhombischen Prismen: Braunstein,Pyrolusit. Bei starkem Glühen geht es, wie auch dieanderen Manganoxyde, in braunes Maiigaiioxydul-oxyd, MnsOi, über: 3 MnOä = Mn 3 0 4 -j- O2, mit Salz-säure entwickelt es beim Erhitzen Chlor 2 ), cf. pag. 301,weshalb es hauptsächlich zur Darstellung von ChlorVerwendung findet. 3 )
Durch Zusammenschmelzen von Braunstein mitAetzkali unter Zusatz eines Oxydationsmittels, wieKaliumchlorat, Salpeter, erhält man eine grüneSchmelze von mangansaurem Kalium, Mn O4 K2,Kaliummanganat: 3Mn0 2 -f- CIO3K-J-6KOH = 3Mn0 4 K2
sehr zersetzlich. Das Mailg'anhydrOXJ'd, Mn(OH)s, fällt als dunkel-brauner Niederschlag, wenn man eine ammo niakalische Man-ganosalzlösung an der Luft stehen lässt.
')
Mn
Br 4-
Na 4-
— OH
— OH
0 +H
IV
= Mn
OH
O H
0 H + Br Na -
O H
Mangansupeioxydhydrat.
2 ) Alle Oxyde des Mangans, welche mehr Sauerstoff enthaltenals das Oxydul, Mn O, geben beim Kochen mit Salzsäure Chlor:Mns 0 3 -4- 6 Cl H = 2 Mn CI2 -4- Cb + 3 II2 O ; Mns O4 -f 8 Cl H =3 MnCl» -f Cla +4HsO..
3 ) Die Werthbestimmung des Braunsteins geschieht ent-weder jodimetrisch nach Bansen (I.), oder vermittelst Oxalsäureund Permanganat (IL). I. Man erhitzt den abgewogenen Braun-stein in einem Kölbchen mit Salzsäure und leitet das entwickelteChlor in Jodkaliumlösung; das ausgeschiedene Jod titrirt man mitVioN-Thiosulfat; cf. pag. 286, Anm. 2; lMnOj entspricht 10 resp. 2J.II. Man Ubergiesst den gewogenen Braunstein mit einem abgemessenenQuantum Vä N- Oxalsäure (im Ueberschuss), und erwärmt nach Zu-satz von verdünnter Schwefelsäure, bis kein Kohlendioxyd mehrentweicht; die überschüssige Oxalsäure wird mit Permanganat zurück-titrirt; lMnOi entspricht 10 resp. 1 C2 O4IIa ■ 2 H2 O, denn: Mn O2-4- SO4 II 2 = S0 4 Mn -fO-l-HsO; O + C 2 O4 H2 = 2 CO2 -J- H 2 O;cf. pag. 319, Anm. 1.
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