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Anorganische Cheinic.
Holz entzündet, auf Holzkohle getropft explodirt undauf der Haut gefährliche Wunden erzeugt.
Die grösste Aehnlichkeit mit Chlor besitzt in seinenchemischen Eigenschaften dessen Atom-Analogon, das
Brom.Br = 79.8.
Brom findet sich als Natrium- und Magnesium-bromid, BrNa resp. Br^Mg, im Meerwasser, in vielenSoolquellen (Hall, Kreuznach) und im Wasser des »TodtenMeeres«. Es wurde 1826 von Baiard in den Mutter-laugen der Bereitung von Kochsalz aus Meerwasser auf-gefunden. Diese Mutterlaugen werden mit Braunsteinund Schwefelsäure erhitzt, cf. pag. 301, Anm. 1;dabei verflüchtigt sich Brom als rothbrauner Dampf,,der sich beim Abkühlen zu einer dunkelrothenFlüssigkeit vom Siedep. 63° verdichtet; spec. Gew.3.187 (0°). Bei —7.3° erstarrt es zu einer festen krystal-linen Masse. Brom verwandelt sich schon bei gewöhn-licher Temperatur in dunkelbraune Dämpfe; sein Dampfgreift die Schleimhäute stark an; es riecht unangenehmchlorähnlich (ßpcojioq, Gestank). Brom löst sich in30 Theilen Wasser mit brauner Farbe: Bromwasser;,dasselbe wirkt oxydirend und bleichend, doch wenigerenergisch als Chlor. Bei 0° scheidet sich aus Brom-wasser das Bromhydrat, BralOHäO, ab, welches bei15° wieder zerfällt. Zu Desinfectionszwecken kommenin Würfel- oder Stäbchenform gepresste Gemische vonBrom und Kieseiguhr als Bromum solidificatum inden Handel. Brom färbt Stärkemehl gelb und löstsich in Aether, Chloroform, Schwefelkohlenstoff,je nach seiner Menge, gelb bis braun: Nachweis desBroms.
Mit Wasserstoff vereinigt sich Brom nur beimErhitzen (Rothgluth), nicht beim Belichten. Bromwasser-stoff, BrH, erhält man auch, analog dem Chlorwasser-stoff, durch Einwirkung von Säuren auf Brommetalle. 1 )
*) Für diesen Zweck ist Phosphorsäure empfehlenswerther alsconcentrirte Schwefelsäure, da durch letztere der entstehende