Kaliumchromat und -dichromat.
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Wird fein gepulverter Chromeisenstein mitPotasche und Salpeter geschmolzen 1 ), dann geht beimAuslaugen mit Wasser gelbes chromsaures Kalium,CrC>4K2, normales Kaliumchromat in Lösung, welchesbeim Abdampfen in rhombischen dem Kaliumsulfatund -manganat isomorphen Pyramiden krystallisirt.Durch Ansäuern wird die gelbe Lösung des normalenChromates roth 2 ), und es krystallisirt jetzt das triklinerothe chromsaure Kalium, CnOiKz, Kaliumdichromat,doppelt chromsaures Kalium [Kalium dichromi-cum] 3 ), welches in seiner Zusammensetzung dem Pyro-sulfat, S2O7K2, entspricht. 4 ) Kaliumdichromat schmilztohne Zersetzung; bei hoher Temperatur zerfällt es jedochin Sauerstoff, Chromoxyd und Kaliumchromat:2Cr 2 0 7 K 2 = 0 3 + Cr 2 0 3 4- 2Cr0 4 Ks B ).
J ) Cra O3 -4- O., (aus dem Salpeter!) -f 2 Ka COs = 2 Cr O4 Ka -j-2 CO». — Die Schmelze mit Potasche (Soda) und Salpeterdient nicht allein zum Nachweis des Chroms — gelbe Schmelzeauf dem Platin blech!, sondern sie ist auch zugleich eine quali-tative und quantitative Trennung des Chroms von Eisenresp. Aluminium.
2 ) Umgekehrt wird die rothe Lösung des Dichromatesauf Zusatz von Alkalien wieder gelb, indem normale Chro-mate gebildet werden; z. B.: CraOfKa -4- 2 KOH = 2 CrOiKa+ Ha O.
3 ) Technisch stellt man das Kaliumdichromat dar aus demNatriumdichromat, Cr» O? Na 2 • 2 H 2 O, welches letztere das Aus-gangsmaterial für alle anderen Chrompräparate bildet: Cra O7 Naa -f-2 Cl K = Cra O7 Ka + 2 Cl.Na. Das Natriumdichromat selbstgewinnt man durch starkes Glühen von Chromeisenstein mit Sodaund Kalk: 2 Cr» O4 Fe + 4 COs Naa -f 4 CaO -4- 7 O (aus der Luft!)= 4 Cr Oi Na 2 -f- 4 COs Ca -f- Fe 2 Oa. Der Schmelze entzieht Wasserdas normale Chromat, CrOiNa 2 , dessen Lösung eingedampft undmit Schwefelsäure versetzt wird; es scheidet sich zuerst wasserfreiesNatriumsulfat ab, dann beim Erkalten das Natriumdichromat.
*) Das primäre Chromat, CrOiKH, ist nicht existenzfähig,denn schon bei gewöhnlicher Temperatur geht es in Dichromat(Pyro Chromat) über: 2 Cr O4 K H = Cra O? Ka-f OHa, eine Um-setzung, die das primäre Sulfat erst bei 200° erleidet; cf. pag. 85.
5 ) Dieser Zerfall des Dichromats beruht darauf, dass Chrom-säure beim Erhitzen zersetzt wird: 2 CrOs = Os-J-OaOs, wogegenKaliumchromat feuerbeständig ist, und Kaliumdichromat ist ja,Cr Os ■ Ka O ■ Cr Os = Cr 2 O7 K» ; also :
CrOs • KaOiCrOs + CrjOs .;KaO ■ CrOs = 2 CrOiKa + Cr 2 Os + 0 8
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