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2 (1862) Lehrbuch der organischen Chemie für den Unterricht auf Universitäten, technischen Lehranstalten und für das Selbststudium
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Verbindungen unbekannter Radicale.

Darstel-lung.

Vor-kommenundEigen-.Schäften.

Unter-scheidetsich vomAlbumindurch dieFällbar-keit derange-säuertenoder alka-lischenLösungendurchNeutrali-sation,unddurch dievollstän-dige. Fäl-lung durchKohlensäuregas.

Hämato-krystallin.

immer wieder erneuernde Haut. Durch längeres Stehen wird sie uflflBildung von Milchsäure sauer.

Man stellt das Legumin dar, indem man Bohnen, Erbsen oder Li*'sen in warmem Wasser aufquellen lässt, hierauf zu einem Brei zerreib'mit Wasser verdünnt, das Stärkemehl, die Membranen u. s. w. sich $'setzen lässt, und aus der decantirten Flüssigkeit das Pfianzencasein dufEssigsäure fällt.

Globulin.

Syn. Blutcase'in, Krystallin

Dieses Albuminat ist ein wesentlicher Bestandtheil des Blutes u"'bildet mit dem Farbstoffe, desselben, dem Hämatin, die Blutzellen. Au c 'in der Krystalllinse des Auges ist das Globulin nachgewiesen.

Das Globulin verhält sich im Allgemeinen ähnlich dem Album 1 ' 1die differentiellen Charaktere sind folgende:

Werden Globulinlösungen erhitzt, so scheiden sich.erst bei 9o° 9klumpige Coagula aus, während die Flüssigkeit trübe bleibt. Setzt in* 11zu Globulinlösungen einige Tropfen verdünnte Essigsäure, so erfolgTrübung. Wird die mit Essigsäure versetzte Flüssigkeit mit Ammoni 9genau neutralisirt, so erfolgt Gerinnung; ebenso, wenn die mit Essigsäu'*versetzte Lösung bis auf 50° C. erhitzt wird. Ammoniak bewirkt''Globulinlösungen nichts, wird aber die mit Ammoniak versetzte Lösufljmit einer Säure genau neutralisirt, so trübt sich dieselbe stark. GloWlinlösungen werden endlich durch Kohlensäuregas vollständig gefällt.

Hämatokrystallin. Man bezeichnet mit diesem Namen einen 1den Blutkörperchen der Wirbelthiere vorkommenden eiweissartigen JZMper, der unter gewissen Umständen in schönen rothgefärbten Krystall elerhalten werden kann. Die aus dem Blute verschiedener Thiere erb» 1 'tenen Krystalle gehören aber verschiedenen Systemen an, und besitz 6 ' 1verschiedene Grade der Löslichkeit; sie sind ferner nicht aschenfrei da''gestellt, und ihre rothe Färbung nicht als ihnen eigentümlich zu betraf 1 'ten. Löst man sie endlich in Wasser auf, so kann man die KrystaU enicht wieder erhalten. Nach allen diesen Verhältnissen muss es »''zweifelhaft erscheinen, ob die unter dem Namen Hämatokrystallin zusai"'mengefassten Stoffe wirklich identisch sind, und da sie überhaupt no" 11nicht rein dargestellt und einer eingehenderen Untersuchung unterwon 6werden konnten, so muss es der Zukunft überlassen bleiben, ihre eigentlichNatur und die aus den übrigen Thatsachen unwahrscheinliche Möglichk*der Krystallisationsfähigkeit der Albuminate als solcher festzustellen.

Die von dem Hämatokrystallin angegebenen Eigenschaften sind W 1 'gende: Seine Lösung gerinnt beim Erhitzen, wird durch Alkohol u"Salpetersäure gefällt. Salzsäure und Schwefelsäure bewirken keinFällung. Essigsäure und Ammoniak lösen die Krystalle leicht, dageg e 'werden sie von concentrirter Kalilauge nicht gelöst.

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