Druckschrift 
2 (1862) Lehrbuch der organischen Chemie für den Unterricht auf Universitäten, technischen Lehranstalten und für das Selbststudium
Entstehung
Seite
615
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Albuminate. Eiweissartige Körper. Prote'instoffe.

615

Sal

petersäure und Chromsäure gefällt, ebenso beim Kochen damit durchWoroalcium und schwefelsaure Magnesia.

Darstellung. Mit Wasser erschöpftes fettarmes Fleisch wird mit Dar.^Säurehaltigem Wasser ausgezogen, der Auszug filtrirt, und die saure stellun s-Flüssigkeit durch ein Alkali neutralisirt, wobei die ganze Flüssigkeit zue "ier opalisirenden Gallerte erstarrt, allmählich setzt sich das Syntonind "er in weissen Flocken zu Boden, abfiltrirt wird es durch Behandlung mitNasser, Alkohol und Aether gereinigt.

Parasyntonin. Dieses Albuminat wurde in einer durch Thoraco- Parasyn-Ce Qtese aus der Brusthöhle eines Tuberculosen entleerten Flüssigkeit auf-& e Umden. Dieselbe erstarrte alsbald nach der Entleerung zu einer zittern-

etl Gallerte, allmählich setzte sich aber ein Gerinnsel zu Boden, wel-

he s auf dem Filter zu einer papierähnlichen weissen Masse zusammen-1 c «Wand. Das Parasyntonin stimmt in seinen Eigenschaften mit denen

es Syntonins überein, unterscheidet sich aber davon durch seine Un-

° s lichkeit in Kalkwasser und verdünnten Alkalien.

Pf lanzenfibrin.

In den Cerealien ist eine Substanz enthalten: der Kleber, der nachn seren bisherigen Kenntnissen aus zwei Albuminaten besteht: aus einemn Alkohol unlöslichen, dem Pflanzenfibrin, und einem in AlkoholGlichen, das man Pflanzenleim genannt hat.

Man erhält den Kleber in grösster Menge aus dem Weizenmehl, in- Kleber., etn man selbes mit Wasser zu einem Teige anmacht, diesen hierauf inJ lVl Leinwandsäckchen einbindet, und dann mit Wasser so lange knetet,bis

m

8;

das Stärkemehl und andere Stoffe vollkommen entfernt sind. Im

'1

' a °kchen bleibt dann zurück der Kleber, eine gelblich-graue, zähe,^tische Masse. Behandelt man den Kleber mit Alkohol, so löst sicher Pflanzenleim auf, und das Pflanzenfibrin bleibt zurück.

,. Das Pflanzenfibrin stellt eine grauweisse, elastisch-zähe, in pfianzen-; isser, Alkohol und Aether unlösliche Masse dar, die in verdünnten'kalien leicht löslich ist, und daraus durch Neutralisation mit Essig-Vlre gefällt wird. Auch in sehr verdünnter Salzsäure ist es löslich,** wird aus diesen Lösungen durch Neutralsalze gefällt.t Der Pflanzenleim (Gliadin) ist eine in Alkohol lösliche, zähe,^etbare Masse von einer Zusammensetzung, die mit der der übrigen

4lb,

«H

u minate, und namentlich der des Pflanzenfibrins vollkommen über-stimmt.

C a s e i n.

Syn Käsestoff.Das Casei'n ist ein wesentlicher Bestandtheii der Milch aller