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2 (1862) Lehrbuch der organischen Chemie für den Unterricht auf Universitäten, technischen Lehranstalten und für das Selbststudium
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Darstel-lung.

Vorkom-men und

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Verbindungen unbekannter Radicale.

quillt er zu einer gallertartigen Masse auf, ohne sich zu lösen, dageg 6 'löst er sich in gewissen Salzen mit alkalischer Basis, namentlich in Sa''peterlösung, wenn er mehrere Stunden lang bei 30° 40°C. <J§mit digerirt wird. Die Lösung des Fibrins in Salpeterwasser verhä'sich wie eine Alburninlösung, sie ist etwas schleimig, und gerinnt bei"Kochen, auch durch Essigsäure wird sie übrigens gefällt. Nicht jedeFibrin besitzt die Eigenschaft, sich in Salpeterwasser zu lösen.

Wird Faserstoff im feuchten Zustande in einem verschliessbare' 1Gefässe mit Wasser Übergossen, und mehrere Wochen sich selbst übel"lassen, so verwandelt er sich zum Theil in lösliches Albumin, oder do»jedenfalls in einen Körper, der gleiche Eigenschaften und gleiche 1 lVsammensetzung mit dem Albumin zeigt.

In Berührung mit Wasserstoffsuperoxyd bewirkt er eine sehr le"'hafte Zersetzung desselben, wobei unter Aufbrausen Sauerstoff ei*weicht.

Das Unlöslichwerden des Faserstoffs, und demnach die GrerinnOTdes Blutes kann durch verdünnte Lösungen von schwefelsauren, salpeW*sauren, salzsauren und kohlensauren Alkalien verlangsamt, ja wohl g agänzlich gehindert werden.

Darstellung. Man erhält den Faserstoff am besten, indem tarnBlut (Menschen- oder Ochsenblut) gleich nach dem Ausfliessen aus der Ad 6 'mit einem Quirl oder Glasstabe so lange peitscht, bis die Ausscheidu"ides Farbstoffs erfolgt ist, welcher sich in Fasern und Flocken gewöhnli can den Quirl oder Glasstab anhängt. Der so ausgeschiedene Faserst^welcher noch viel Blutzellen einschliesst, wird in ein Leinwandsäckche'gebunden, und unter Wasser so lange ausgeknetet, bis er ganz farbl"geworden ist. Dann wird er bei 110°C. getrocknet, gepulvert, und Cfflsalzsäurehaltigem Wasser, Alkohol und Aether ausgezogen.

Syntonin.

Syn. Muskel fibrin.

Das Syntonin ist der wesentlichste Bestandtheil der .Muskelfasider quergestreiften Muskeln, findet sich aber auch in den sogenannte' 1glatten Muskeln des Magens, Darmcanals und der Harnblase, undallen contractilen Geweben.

Im feuchten Zustande stellt das Syntonin eine cohärente, elastischschneeweisse Masse dar, die in Kalkwasser und verdünnten Alkali 13 'leicht löslich ist; die Auflösung in Kalkwasser gerinnt beim Kochen fl" sAlbumin. Aus dieser Auflösung, sowie auch aus der in Alkalien, wi*es durch concentrirte Lösungen neutraler Alkalisalze präeipitirt.

Auch in Essigsäure und salzsäurehaltigem Wasser von 1 / 10 Proce' 1Säuregehalt löst sich das Syntonin auf, dagegen ist es in Salpeterwass etunlöslich. Die alkalischen Auflösungen des Syntonins werden durC 11