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2 (1862) Lehrbuch der organischen Chemie für den Unterricht auf Universitäten, technischen Lehranstalten und für das Selbststudium
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613
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Albuminate. Eiweissartige Körper. Protenistoffe. 613

^ether und salzsäurehaltigem Wasser erschöpft, und den Rückstandr °cknet. Als Modifikationen des Albumins sind zu betrachten:

Paralbumin. Der in den Lösungen dieses Körpers durch Alkohol Paraibu-e 1tstandene Niederschlag löst sich in Wasser wieder auf, Kochen ruft mltl der Lösung des Paralbumins nur eine Trübung hervor, auf Zusatzv °o Essigsäure aber zur kochenden Lösung erfolgt starke Trübung, undes scheidet sich ein Niederschlag ab, wird dieser abfiltrirt, so erscheint«as Filtrat noch trübe, und lässt sich nicht klären. Salpetersäure be-wirkt in Paralbuminlösungen einen im Ueberschuss des Fällungsmittels"^löslichen Niederschlag. Diese Modification des Albumins wurde im"halt hydropischer Ovarien gefunden.

Metalbumin. Diese Modification des Albumins unterscheidet sich Metaibu-v om gewöhnlichen Albumin und vom Paralbumin durch folgen de Charaktere.

e r durch Alkohol in seinen Lösungen erzeugte Niederschlag ist in**asser wieder löslich, Essigsäure und Ferrocyankalium bewirken keine

ällung. Beim Kochen der Lösung erfolgt ebenfalls nur Trübung, auchu öter Zusatz von Essigsäure.

Fibrin.

Blutfaserstoff.

Im Blute, im Ohylus, der Lymphe und pathologisch in einigen se-lben Exsudaten findet sich, so lange sich die genannten Flüssigkeiten*ö Bereiche des lebenden Organismus befinden, ein Albuminat aufgelöst,Elches, wenn diese Flüssigkeiten dem Lebenseinflusse entzogen werden,

Wer dem Einflüsse der atmosphärischen Luft, und vielleicht noch anderer

l sher ungekaimter Momente nach längerer oder kürzerer Zeit vons<J lbst in die unlösliche Modification übergeht, und dann jenen Körper^'stellt, den wir Faserstoff nennen, und auf dessen Unlöslichwerden

le Gerinnung des aus der Ader gelassenen oder des in den Adern vonRiehen befindlichen Blutes beruht. Ob jener aufgelöste Stoff identisch

*' mit dem freiwillig geronnenen, ist nicht ermittelt, da er durch seine

^enschaft, an der Luft alsbald zu gerinnen, sich jeder genaueren Unter-

Uchung im löslichen Zustande entzieht.

Der geronnene Faserstoff stellt im feuchten frischen Zustande eineSeiblich-, auch wohl graulich - weisse, fest-weiche, elastisch-zähe Masse

0tl scheinbar faseriger Structur dar, welche geruch- und geschmacklos,l^d i n Wasser, Alkohol und Aether unlöslich ist. Getrocknet besitzt

le alle den unlöslichen Albuminaten zukommenden Eigenschaften, und

as§ t sich in diesem Zustande auch von anderen Gliedern der Gruppe

^rohaus nicht unterscheiden.

.. Der feuchte geronnene Faserstoff löst sich in Essigsäure und Alka-

011 leichter auf, als andere Albuminate, in salzsäurehaltisem Wasser

Vorkom-men.

w

Auf demUnlöslich-werdendes Faser-stoffe be-ruht dieGerinnungdes Blutes.

Eigen-schaften

des geron-nenen Fa-serstoffs.