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2 (1862) Lehrbuch der organischen Chemie für den Unterricht auf Universitäten, technischen Lehranstalten und für das Selbststudium
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Verbindungen unbekannter Radicale.

Physiolo-gischeBedeu-tung.

Eintei-lung derAibumi-nate.

sehen Formel Schwierigkeiten findet. Alles was aus den verschiedene"Zersetzungsproducten der Albuminate hervorgeht, ist die Thatsache, dMdiese Zersetzungsproducte zum Theil auf ein Kohlehydrat, und ZmTheil auf einen stickstoffhaltigen Paarung bezogen werden könnten, uD"es wäre daher möglich, dass sie als gepaarte Verbindungen eines Kohl 6 'hydrats mit einem stickstoffhaltigen und schwefelhaltigen Körper zu h e 'trachten wären.

Die Albuminate besitzen eine sehr hervorragende physiologischBedeutung: einerseits als die Hauptbestandteile aller Säfte und GewsBdes Thierkörpers und ein auch, nie fehlender Bestandteil des Pflanzet'Organismus, und anderseits als wesentlicher Bestandtheil aller wirklich 1 *Nahrungsmittel. Nahrungsstoffe, welche keine Albuminate enthalte"'können einfach darum schon als vollkommene Nahrungsmittel nicht g e ''ten, weil aus ihnen weder Blut noch Fleisch sich bilden kann, da i ethierische Organismus die Albuminate nicht zu construiren vermag, so"'dern sie bereits fertig gebildet von aussen aufnehmen muss. Die pflanze' 1 'fressenden Thiere erhalten die für die Erneuerung ihres Fleisches ui>"Blutes nöthigen Albuminate ebenfalls schon in ihrer Nahrung, da au"*in den Pflanzen die Albuminate sehr verbreitet sind. Für die TheoVder Ernährung war der Nachweis, dass die Albuminate der Thier- uBPflanzenfresser nicht allein identisch sind, sondern dass auch in d«' 1Pflanzen Stoffe vorkommen, die in ihrer Zusammensetzung und den m el 'sten ihrer Eigenschaften den thierischen Albuminaten genau parallel g e 'hen, von grosser Wichtigkeit.

Die Albuminate lassen sich je nach den Momenten, durch die sie ^die unlösliche Modification übergehen, in drei Hauptgruppen bringen:

1. Albuminate, die sich aus ihren Lösungen ohne Einwirkung v|aussen, ausser der der Luft von selbst niederschlagen, sobald sie de''lebenden Organismus entzogen sind :

Die verschiedenen Arten des Faserstoffs oder Fibrins.

2. Albuminate, welche beim Erhitzen ihrer Lösungen auf 60°70°^unlöslich werden, gerinnen:

Die verschiedenen Arten des Albumins.

3. Albuminate, welche nicht oder unvollständig durch Kochen, ab*durch gewisse Fermente (Labmagen der Kälber) und durch organischSäuren aus ihren Auflösungen gefällt, und in die unlösliche Modificati" 1 'übergeführt werden: Casein und ähnliche Stoffe.

Da von einer Formel der Albuminate nicht die Bede sein kann, 9 'geben wir in Nachstehendem eine schematische Zusammenstellung der a uden besten Analysen abgeleiteten mittleren pr ocentischen Zusami« e ''Setzung der genauer studirten Albuminate: des Albumins aus Thiel' 6und Pflanzen, des Fibrins, Syntonins und Klebers, des Thier- u"'Pflanzencaseins und des Globulins.