578 Verbindungen unbekannter Radicale.
aufnähme aus der Luft sich zu färben. Zuerst entsteht ein rother, ^ a "'ein blauer, endlich ein grüner Farbstoff. Lost man die auf diese J>erzeugten Farbstoffe in Kali, so verhalten sie sich gegen Salpeters»®durchaus so, wie der natürliche Gallenfarbstoff. Dieses Verhalten lsphysiologisch wichtig, weil es einen genetischen Zusammenhang zwiscö 0den Gallensäuren und den Gallenfarb=toffen andeutet.
Sie
spaltetsich durchAlkalienunterWasser-aufnahmein Glycinund Chol-säure.
Ihre Con-stitutionist daherjener derHipp ur-säure ana-log.
Kocht man Glykocholsaure längere Zeit mit Barytwasser, so sp
ilt' 1
sie sich unter Wasseraufnahme in Glycin (Amidoessigsäure) und ^stickstofffreie Säure: Cholsäure:
C ä2 H 43 N0 12 + 2 HO = C 48 H 40 O 10 + C, H 5 N0 4Glykocholsaure Cholsäure Glycin.
Dieser Vorgang ist demnach vollkommen analog dein der Spalt" 1 'der Hippursäure in Benzoesäure und Glycin, und es ist die Glykoch 0säure als Cholacetamidosäure aufzufassen, d. h. als eine mit Gl)* cgepaarte Cholsäure.
der Cholsäure C 48 H 40 O 10 , typis c1 '
der Glykocholsaure analog der &
Schreiben wir die Formelso ist die Formel
C 4 s H39 Os|q
h $
Hippursäure:
Sie gehtmit
Säuren ge-kocht inCholoidin-säure undGlycinüher.
Glyko-cholsaureSalze.
d. h. sie ist als Cholsäure aufzulassen, in deren Radical: C 4S H 39 0 8 , 1 A e 1'H durch Amidoacetyl vertreten ist.
Kocht man die Glykocholsaure längere Zeit mit verdünnter Sch^feisäure oder Salzsäure, so spaltet sie sich in Glycin und eine harzart*»stickstofffreie Säure, die Choloidinsäure:
C52 H 43 N 0 18 -f 2 S0 8 ,HO = C 48 H 38 0 8 + C 4 H s N0 4 + 2 S0 :J -f- i # ÖGlykocholsaure Choloidinsäure.
Die Choloidinsäure steht zur Cholsäure in einem ähnlichen Verhält" 1 '"wie das Saliretin zum Saligenin, sie enthält nämlich 2 Aeq. II O wenig e '
Die Glykocholsaure ist, wie es scheint, eine einbasische Säure. uf
bildet mit Basen neutral reagirende Salze. Die mit den Alkalien &alkalischen Erden sind in Wasser und Alkohol leicht löslich, die I"
Glyko-cholsaures
Natron.
Darstel-lung.
schweren Metalloxyden sind meist unlöslich. Sie krystallisiren ni°wenn man ihre Lösungen eindampft, wohl aber auf Zusatz von Aetlie 1 ''
Das glykocholsaure Natron: C « H ' !8 ' < C * H * ' NH 3 ° 2) ^j öi
ist ein Bestandtheil der Galle". Aus alkoholischen Lösungen scheide'sich auf Zusatz von Aether in grossen glänzend weissen, gewöhnl'"strahlenförmig gruppirten Nadeln ab.
Darstellung. Die Glykocholsaure, die an Natron gebunden, *.bereits oben erwähnt, in der Galle der meisten Thiere vorkommt, vfit ,am einfachsten aus Ochsengalle dargestellt, indem man dieselbe mit B' e
dan
fiede