da»»
d^ 1
tt» 1
Uli' 1
*><*
Stickstoffhaltige organische Säuren.
579
Uc W fällt, und den Niederschlag von glykocholsaurem Bleioxyd durchScll wefelwasserstoff zerlegt.
Taurocholsäure.
Cholemsäure Liebig's.
C 52 H«N0 14 S 2
So wie man die Taurocholsäure — wie man aus obiger Formel ersieht,^ lr,e Stickstoff- und schwefelhaltige Verbindung — bisher erhaltenat > stellt sie ein weisses amorphes, hygroskopisches, intensiv bitterCat >ieckendes Pulver dar, welches in Wasser und Weingeist leicht, ine ther dagegen unlöslich ist. Die Lösungen der Taurocholsäure reagirene itlich sauer. Beim Erwärmen wird sie zersetzt. Auch beim Ein-arr >pfen der wässerigen Lösungen dieser Säure findet eine partielle Zer-rung statt.
Mit Barytwasser gekocht, spaltet sich die Taurocholsäure unter Was- Zerfällt
h;
Aufnahme in Taurin (s. dieses S. 167) und Cholsäure:
C 52 H 45 N 0 14 S 2 + i HO = C 48 H 40 O 10 + C 4 H 7 N 0 6 S 2
Taurocholsäure
Cholsäure
Taurin.
durch Al-kalien inCholsäureand Tau-rin.
4
Eine ähnliche Zerlegung erleidet die Taurocholsäure durch Säuren,zerfällt damit in Chololdinsäure und Taurin.Die Constitution der Taurocholsäure ist daher eine ähnliche, wier J e der Glykocholsäure. Wie die Letztere die Elemente von Glycin undÖlsäure minus Wasser enthält, so die Erstere die Elemente von Taurinn( i Cholsäure minus Wasser, sie ist eine mit Taurin gepaarteFolsäure.
Gegen Schwefelsäure und Zucker (Gallenreaction) und gegen con-Wrirte Schwefelsäure verhält sich die Taurocholsäure ganz so wie die^'ykocholsäure.
i k
alj
Mit Basen bildet die Glykocholsäure Salze, von denen die mit AI- Tauro-
en in Wasser und Alkohol leicht löslich sind.
Längere Zeit mit Sal2e
'her in Berührung krystallisiren sie. Ihre wässerige Lösung wird durch
Iren nicht gefällt, und ebenso wenig durch Bleizucker. Hierauf be-
, tle n Methoden der Trennung der Glykochol- und Taurocholsäure. Aus
nein Gemenge von glykochol- und taurocholsaurem Natron fällt näm-
n verdünnte Schwefelsäure die Glykocholsäure aus, während die Tau-
Ca olsäure aufgelöst bleibt. Und fällt man Galle durch Bleizucker, so
hält der Niederschlag nur glykocholsaures Bleioxyd, und aus dem
wate kann dann die Taurocholsäure durch basisch-essigsaures Blei
6( iergeschlagen werden.
Die glykocholsauren Salze ebensowohl als die taurocholsauren Salze Gaiieugah-r den durch Fermente in ähnlicher Weise zerlegt (Gallengährung), wie runr. tß h Säuren und Alkalien. Die Glykocholsäure zerfällt nämlich dadurch^nolsäure und Glycin, welches weiter in Ammoniak zerlegt wird; die
37*