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2 (1862) Lehrbuch der organischen Chemie für den Unterricht auf Universitäten, technischen Lehranstalten und für das Selbststudium
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Glucoside.

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Alkohol und Aetlier leicht löslich sind. Die Säure löst sich in Alkalienttl1 ' blutrother Farbe, und diese Lösung gibt mit verschiedenen Metall-°Xyden schön roth gefärbte Niederschläge.

Beim Kochen mit verdünnter Salzsäure spaltet sie sich in AlizarinUr) d Zucker.

C^HisOig = C 20 H 6 0 G -\- Ci 2 H 12 0 12Rubierythrinsäure Alizarin Zucker.

Dieselbe Zersetzung erleidet die Rubierythrinsäure auch beim Ko-°hen mit Alkalien, und bei der Einwirkung eines im Krapp enthalteneni<e rrnents. "Wir werden das Alizarin weiter unten näher besprechen.

Chitin: C 18 H 15 N 0 I2 . Dieser merkwürdige Stoff bildet das Ske-'ett und den Panzer der Gliederthierc (Articulaten). Er findet sich intlen Flügeldecken der Käfer, in den Panzern der Crustaceen, in den Be-dungen der Spinnen, bildet aber nicht bloss das äussere Gerüste,Sondern dringt auch in die inneren Organe, in die Tracheen, in denar mkanal, und daher geschieht es, dass durch die Reindarstellung die-68 Stoffes nicht selten die Form der Thiere oder einzelne Organe der-e 'ben ganz gut erhalten bleiben.

Das Chitin ist ein weisser amorpher, zuweilen durchscheinender^°rper, welcher in der Regel die Form des Gewebes zeigt, aus welchemer dargestellt wurde. Das Chitin ist unlöslich in Wasser, Essigsäure,Alkalien, in Aether, Weingeist und verdünnten Mineralsäuren. Längerejeit mit Schwefelsäure gekocht, liefert es Ammoniak und Traubenzucker;^ a e s wahrscheinlich ist, dass das Ammoniak dabei nur als seeundäreser setzungsproduct eines stickstoffhaltigen Körpers auftritt, so muss das

Chitin

zu den Glucosiden gezählt werden.

, Am besten stellt man das Chitin aus den Flügeldecken der Mai-afer dar, indem man dieselben successive mit Wasser, Alkohol, Aether,Ss igsäure und Kalilauge erschöpft.

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Zu den Glucosiden zählen wir ausserdem die Gerbstoffe und dieScannten Bitterstoffe. Obgleich von ersteren nur einige wenigeä wirkliche Glucoside nachgewiesen sind, so lässt der übereinstim-me chemische Charakter aller hierher gehörigen Stoffe kaum daran

eifeln, dass auch die übrigen eine analoge Constitution besitzen. Wase Bitterstoffe anbelangt, so sind mehrere davon schon als GlucosideK anrvt und aus der Reihe der Bitterstoffe verschwunden, um in die der

Uc oside einzutreten, so dass man auch hier mit Wahrscheinlichkeitaussagen kann, dass viele der übrigen bei näherer Untersuchung sich

e nfalls noch als Glucoside erweisen werden.