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2 (1862) Lehrbuch der organischen Chemie für den Unterricht auf Universitäten, technischen Lehranstalten und für das Selbststudium
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Verbindungen unbekannter Radicale.

Farbe. In höherer Temperatur zersetzt eszerfällt es in Datiscetin und Zucker:C42 H 22 0 24 = C 30 H 10 0 12Datiscin Datiscetin

sich. Durch verdünnte Säurei 1

+

C 12 H 12 0 12

Zucker.

Glycyrrhi-zin

spaltetsich durchverdünnteSäuren inGlycyrre-tin undZucker.

Panaqui-Ion.

Cainca-säure.

Rubiery-thrinsäare

Glycyrrhizin : C 48 H s6 0 18 ? Dieses Glucosid ist in der SüSsholZ'wurzel: Glycyrrhiza glabra, enthalten, und wird daraus durch Fallen de'wässerigen Auszuges mit verdünnter Schwefelsäure oder mit Bleiessi£und Zersetzung des Bleiniederschlages durch Schwefelwasserstoff gewoD'nen. Das Glycyrrhizin ist eine amorphe, gelbe, gummiähnliche Masse, di esich zu einem blassgelben, feinen Pulver zerreiben lässt. In kaltem WassCist es wenig, in heissem und in Alkohol leicht löslich. Die Concentrinwässerige Lösung erstarrt beim Erkalten zu einer Gallerte. Das Glycyi"rhizin schmeckt süss und hintennach kratzend. Beim Erhitzen schmilzes und wird zersetzt. Es verhält sich wie eine schwache Säure. D |CLösungen reagiren sauer und mit Basen geht es wenig beständig"Verbindungen ein. Es ist der geistigen Gährung nicht fähig, und sein 8Lösung ist ohne Wirkung auf polarisirtes Licht. Wird es aber m 1 'verdünnten Säuren gekocht, so spaltet es sich in einen in Wasser U|löslichen harzartigen Körper: Glycyrretin, und in Zucker, der i' 1Lösung bleibt. Die Spaltung erfolgt wahrscheinlich nach der Formel'gleichung:

(-H8 H36 O18 = ^36 H 24 0 6 -\- Ci 2 Hj 2 O12Glycyrrhizin Glycyrretin Zucker.

Der Zucker ist unkrystallisirbar.

Ein dem Glycyrrhizin sehr ähnlicher Körper ist das Panaquil" 11aus der amerikanischen Ginsengwui zel.

Caincasäure: C 32 H 26 0i4, ein in der Caincawurzel (fihiococmanguifugd) und Chiococca racemosa vorkommendes Glucosid von dem Ch»'rakter einer schwachen Säure, welches von verdünnten Säuren wahr'scheinlich in Chinovasäure und Zucker zerlegt wird. Ist dem wir»'lieh so, so enthalten Caincasäure und Saponin (s. d.) dieselben nähere"Bestandtheile, aber wahrscheinlich in anderen Verhältnissen.

Die Chinovasäure: C 38 H 30 Oi 0 , findet sich in mehreren China'rinden, namentlich auch in China nova, und ist wahrscheinlich einSp"»'tungsproduet des Saponins und der Caincasäure. Sie stellt eine amorph 6in Alkohol und Aether lösliche Masse dar, die sich mit Basen zu noäiwenig studirten amorphen Salzen verbindet.

Rubierythrinsäure: C 32 Hi 8 0i 8 . Dieses saure Glucosid ist 1 ' 1der Krappwurzel enthalten. Man stellt sie daraus dar, indem man de' 1wässerigen Auszug der Krappwurzel mit Bleizucker fällt, das Filtrat m 1basisch essigsaurem Bleioxyd versetzt, und das dadurch gefällte ruh 1 'erythrinsaure Bleioxyd mit Schwefelwasserstoff zerlegt« Die Rubierythri' 1 'säure stellt gelbe seideglänzende Prismen dar, die in heissem Wassef'

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