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Die Untersuchung des Wassers : Ein Leitfaden zum Gebrauch im Laboratorium für Aerzte, Apotheker und Studirende ; mit 75 Textabb. u. 1 Lichtdrucktaf.
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I

IV. Mikroskopische Untersuchung.

Konglomerate vorfinden; charakteristisch bleibt die Ungleichheitihrer Gestalten; sie stellen sich als rundliche, längliche Körnchen

verschiedenen Durchmessern dar, welche gegen die meistenchemischen Agentien sehr widerstandsfähig sind. Die gleichenchemischen Eigenschaften zeigen auch die Quarzsplitterehen, welcheim mikroskopischen Bilde durch ihre unregelmässigen Formen unddurch die je nach ihrer Lage stark lichtbrechenden Flächen auf-fallen. — Unlösliche Eisenverbindungen zeigen sich meistens alsdunkle, schwarze bis bräunliche, in Haufen angeordnete, rundlicheGebilde. — Die Beimengung anderer feinster, mineralischer Be-standteile verschiedenster Art zum Wasser erfolgt in grössererMenge durch Pochwerke, welche die dem Erze anhaftenden werth-losen Minerale durch Abschlemmen beseitigen. Auch hier wird dieUnregelmässigkeit in der äusseren Gestalt immer vorherrschen.

Die dauernden und starken Trübungen, welche die Abwässeraus Steinschleifereien, Holzschleifereien und Holzstofffabriken zuweilenhervorbringen, machen das "Wasser an sich nicht gesundheitsschäd-lich, jedoch ungeniessbar und unbrauchbar.

Charakteristischer sind die Formen derjenigen Bestandtheile,welche von Pflanzen oder Thieren herstammen. Es gelangen bis-weilen in das Wasser Pollenkörner oder Eeste von Pflanzen, insbe-sondere von deren Blättern, bei welchen innerhalb der durch ihregrössere Form kenntlichen Pflanzenzellen zuweilen noch Chlorophyll-körner sichtbar sind. Stücke von Körpertheilen von Insekten, wievon Flügeln, Fühlern, Beinen und dergleichen erhalten wegen ihrerwiderstandsfähigen Chitinumhüllung sehr lange ihre Formen.

Allen den bisher genannten Befunden ist von hygienischer Seiteein besonderer Werth nur dann beizulegen, wenn sie in solcherMenge vorhanden sind, dass sie das Wasser unappetitlich und unan-sehnlich machen. In solchen Fällen wird man sich schon ein Ur-theil durch die äusserliche Beschaffenheit des Wassers gebildethaben, ehe man das Mikroskop zu Rathe gezogen hat.

Dagegen sind Befunde, welche auf Verunreinigungen durchAbfallstoffe des menschlichen Haushalts und Verkehrs hindeuten,strenger zu beurtheilen, wie beispielsweise Fasern von Wolle (Fig. 15),Baumwolle (Fig. 16), Hanf (Fig. 17), Flachs (Fig. 18), Seide (Fig. 19)oder Haare. Der Zutritt von Küchenabwässern wird sich erkennenlassen durch das Auffinden von pflanzlichen Fasern oder von Stärke-körnern. Letztere zeigen je nach ihrer Abstammung verschiedene

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