III. Chemische Untersuchung des Wassers,qualitative und quantitative.
Die Natur bietet uns das Wasser niemals in reiner Form, inwelcher es uns als der chemische Körper H 2 0 bekannt ist, sondern"wir finden darin stets Substanzen gelöst, die wir gewissermaassenals seine Bestandtheile betrachten müssen. Die Menge und Artderselben verleiht dem Wasser gewisse Eigenschaften oder berechtigtzu Schlüssen über dessen Reinheit und Zuträglichkeit in gesund-heitlicher Beziehung. Die chemische Untersuchung des Wassersist von besonderer Wichtigkeit nicht nur zur Klarstellung dergegenwärtigen Beschaffenheit, sondern insbesondere zur Ermittelungder Art und Herkunft der Verunreinigung.
Bestimmung der suspendirten Substanzen.
In der entnommenen Wasserprobe oder in 1,5 bis 2 Literderselben lässt man die schwimmenden Bestandtheile zunächstabsetzen, wobei man das Wasser an einem kühlen Orte ruhigaufbewahrt. Ein Filter von bekanntem Aschengehalt wird bei100—110° getrocknet und dessen Gewicht bestimmt. Das über-stehende klare Wasser wird nun durch dasselbe abgegossen undin einer trockenen oder mehrfach mit dem Filtrat ausgespültenFlasche aufgefangen und für die spätere chemische Untersuchungaufbewahrt. Den Bodensatz des zu prüfenden Wassers bringtman auf das Filter unter öfterem Nachwaschen des Gefässes mitdestillirtem Wasser. Selbstverständlich wird man das Wasch-wasser von der zu untersuchenden Wasserprobe fernhalten. Et-waige an der Wandung anhaftende Stoffe sind mittelst eines Glas-stabes, dessen Ende mit einem Stückchen Kautschukschlauch über-