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Organische Verbindungen unbekannter Constitution.
Mangostin.
Ghimmi-
Gutt.
Oiiean.
Weitere
gelbe
Pigmente.
Der gelbe Farbstoff des Mangostabaumes. Die Fruchtschalen enthal-ten das Mangostin, goldgelbe glänzende, in Wasser unlösliche, in Alkoholund Aether lösliche Blättchen.
Der gelbe Farbstoff des Gummi-Gutts, ein von Hebradendron Cambo-gioides stammendes Harz, als Malerfarbe viel angewendet, ist giftig. InAmmoniak löst es sich mit tiefrother Farbe.
Orlean, ein gelber Farbstoff, den man aus dem Fruchtfleische derSamen von Bixa orellana, eines südamerikanischen Baumes, erhält. Er kommtin getrockneten Kuchen in den Handel und enthält ein gelbes und ein rothesPigment.
Der Orlean wird in der Färberei angewendet.
Gelbe Pigmente enthalten ferner:Shamnus tinctoria unäcathartica (Xanthorhamnin, Chrysorhamninund Rhamnoxanthin); — Gentiana lutea (Gentianin); — Morinda ci-trifolia (Morindin); — Spartium Scoparium (Scoparin); — Radix Pi-pitzahoa (Pipitzaholnsäure); — Genista tinctoria, Serratula tinctoria,Datisea cannabina und andere Pflanzen mehr.
Indigo.
Xmligo.
a
Bestand-theile desrohenIndigos.
Indigleim.
Indigbraun.
Indigroth.
Das unter dem Namen Indigo bekannte wichtige Farbmaterial desHandels ist Kunstproduct und ein Gemenge verschiedener Stoffe, die wirzum Theil bereits unter den aromatischen Verbindungen Seite 553 abge-handelt haben.
Man erhält es aus verschiedenen Pflanzen, die das Chromogendes blauen Pigmentes des Indigos enthalten, durch eine eigen-thümliche Behandlung dieser Pflanzen, die wir weiter unten näher schil-dern werden.
Die Pflanzen, aus denen der Indigo gewonnen wird, sind sehr ver-schiedenartig. Vorzugsweise gehören dazu mehrere Species der GattungIndigofera, der Waid: Isatis tinctoria, dann Polygonum tinctorium, Ga-lega tinctoria, Wrightia tinctoria.
Der daraus gewonnene käufliche Indigo enthält ausser seinem wesentlichenBestandtheile: dem blauen Farbstoff (Indigblau) noch Indigleim, Indig-braun und Indigroth.
"Wird der rohe Indigo mit verdünnter Essigsäure behandelt, so löst diese den
Indigleim auf. Der Indigleim hat viele Aehnlichkeit mit dem in Al-kohol löslichen Theil des Klebers (s. diesen) und ist jedenfalls eine zu denAlbuminaten gehörende Verbindung.
Der mit Essigsäure erschöpfte Indigo, mit Kali behandelt, giebt an dieses
Indigbraun ab, welches aus der kaiischen Lösung durch Säuren alseine braune, amorphe, flockige Masse gefällt wird.
Behandelt man endlich den von Indigleim und Indigbraun befreiten In-digo mit Alkohol, so zieht dieser in der Kochhitze
Indigroth aus, ein rothes Pigment, nach Einigen in den Indigo liefern-denJ-jPflanzen bereits fertig gebildet enthalten, welches nach dem Verdunstendes alkoholischen Auszugs, als ein rothbraunes in Aether und Alkohol löslichesPulver zurückbleibt.