Chromogenc und Farbstoffe.
G07
Dieses gehtan ammo-niakhaltigerLuft in denFarbstoffHäm ateinÜber,
Hch, löst sich aber leicht in kochendem Wasser, in Alkohol undAetber.
Die wässerige Lösung wird durch den Sauerstoff der Luft nicht ver-ändert, aber bei der Gegenwart der geringsten Menge Ammoniak wirdsie roth, indem das Hämatoxylin dabei in die Ammoniakverbindung desHämatei'ns übergeht. Das Hämatei'n-Ammoniak stellt violettgefärbtemikroskopische Krystalle dar, die sich in Wasser mit purpurrother Farbelösen. Die Lösung giebt mit Metalloxyden blaue und violette Lacke.Den Uebergang des Hämatoxylins in Hämatein-Ammoniak erläutert nach-stehende Formelgleichung:
G 18 H u 0 6 + 2 NIL, + 0• = 6 le H I2 0 e , 2NH 3 -f II 2 0Hämatoxylin Hämatein-Ammoniak
Dieses Verhaltens halber dient das Hämatoxylin als sehr empfind-liches Reagens auf freies Ammoniak.
Hämatei'n: GicH 12 ©y;.
Aus dem Hämatein-Ammoniak, der Verbindung, die sich bei Einwir-kung ammoniakhaltiger Luft auf Hämatoxylin bildet, erhält man das Hä-matei'n durch Kochen der Lösung mit Essigsäure, wobei sich das Häma-te'in als braunrother voluminöser Niederschlag ausscheidet, der beimTrocknen eine grüne Farbe mit metallischem Reflex annimmt, aber zer-rieben ein rothes Pulver giebt. Das Hämatei'n ist in Wasser, in AlkoholUnd in Aether löslich.
Aehnlich wie die Farbstoffe des Blauholzes verhalten sich jene des Fer-uambukholzes, von Caesalpinia Brasiliensis , welches als rothes Färbema-terial vielfach angewendet wird, unter anderem zur Bereitung der rothen FärbstDinte. Der in dem Fernambnk-te'm vielfach ähnliche Farbstoff wurde Brasilin genannt,
Aelmlieliverhaltensieh die
und Brasilienholz enthaltene und dem Häma- buok- und
Brasilien-holzos.
Farbstoffe des Sandelholzes.
In dem Sandelholze (Pterocarpus santalinus) , welches zum Färben Bas Sandei-ind als Zahnpulver häufig gebraucht wird, ist ein rother Farbstoff ent-halten, das
Santalin: GigH^Os. Man erhält dasselbe durch Extraction des Santaiin.Holzes mit Weingeist, Fällen des Auszuges mit Bleizucker und Zersetzungdes Niederschlages mit Schwefelsäure und Alkohol.
Das Santalin stellt schön rothe mikroskopische Krystalle dar, die inWasser unlöslich, aber löslich in Alkohol, Aether und concentrirter Schwe-felsäure sind. Die alkalischen Lösungen haben eine violette Farbe undgeben mit Chlorcalciuni einen violetten Lack. Auch mit Bleioxyd ist dasSantalin verbindbar.