Krystallisirbare Bitterstoffe.
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Peucedanin, Imperatorin: G M IL>4Ö (i . Wird aus der Wurzelvon Pcucedanum offimnale und Imperatoria Oslruthium durch Ausziehenmit Weingeist gewonnen.
Kleine, farblose, bei 75° C. schmelzbare Prismen, in Wasser weniglöslich. Beim Kochen mit Alkalien zerfällt es unter Wasseraufnahme inAngelicasäure und Oroselou:
€ 24 H 24 Ü 0 + 2H 2 €> = 2(€ 5 H 8 0 2 ) + 9 u H lä 0 4Peucedanin Angelicasäure Oroselon
Pencedanin
zerfälltbeim Ko-chen mitAlkalienin Ange-licasäureund Oro-selon.
Pikrotoxin: OioHi-2 04. Dieser in den sogenannten Kokkelkör- Pikrotoxinnern: den Früchten von Menispcrmum Cocculus, vorkommende Bitterstoffwird daraus durch kochenden Alkohol, oder durch Kochen mit salzsäure-haltigem Wasser ausgezogen. Es stellt das Pikrotoxin farblose, glän-zende Blättchen dar, die einen unerträglich bitteren Geschmack besitzenund in heissem Wasser, in Alkohol und Aether löslich sind. Das Pi-krotoxin ist äusserst giftig und wirkt schon in kleiner Dosis Schwindel ist sehrerregend. Es ist der wirksame Bestandtheil der Kokkelskörner.
Santoniri: Gx5H 18 G 3 . Ist im Wurmsamen: den Blumenköpfen von SantoninArtemisia santonica s. Vahliana , dessen wirksamer Bestandtheil das San- ist dertonin ist, enthalten. Man gewinnt es daraus, indem man den Wurm- Bestand-Samen mit Kalkmilch auskocht und den Auszug durch Salzsäure fällt. Es ^^krystallisirt in perlmutterglänzenden Prismen, die färb- und geruchlos Slimc «»-sind und schwach bitter schmecken und sich am Lichte rasch gelb färben,wobei sie nicht selten zerspringen. Die Krystalle erleiden dabei wedereine Gewichtsveränderung, noch eine Aenderung der Zusammensetzung.Das Santonin schmilzt bei 168° C. und erstarrt krystallinisch, wird esplötzlich abgekühlt, so erstarrt es amorph. Beim Erhitzen sublimirt eszum Theil unzersetzt. Es ist wenig löslich in Wasser, leicht löslich inAlkohol und Aether. Das Santonin zeigt schwach saure Eigenschaften,es löst sich in Alkalien zu wenig beständigen salzartigen Verbindun-gen auf. Die Farbe einer alkoholischen Kalilösung ist vorübergehendcarminroth.
Cantharidin: Grjlie^-2- Das Cantharidin findet sich in verschie- Cantharidindenen Insecten der Gattung Lytta, insbesondere aber in den spanischenFliegen oder Cantharidch (Meloc vesicatarhis), deren wirksamen, blasen-ziehenden Bestandtheil es darstellt.
Aus den Canthariden durch Weingeist oder Aether ausgezogen, kry-stallisirt das Cantharidin nach dem Verdunsten der Lösung in färb- undgeruchlosen kleinen Tafeln, die'bei 210° C. schmelzen und in Nadelnsublimiren. In Wasser und kaltem Weingeist löst sich das Cantharidinnicht, wohl aber in kochendem Alkohol und in Aether. Auch in concen-trirter Schwefelsäure ist es ohne Zersetzung löslich und wird aus die-ser Lösung durch Wasser wieder gefällt. In Alkalien löst es sich eben-falls auf. Innerlich' wirkt es als heftiges Gift, bewirkt Magenentzün-