Geschmacksempfindungen.
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Nervenverzweigungen gefunden, vonwegen nicht wahrscheinlich ist, dassVielleicht dienen die Schmeekbeeher nur einerempfindung, die durch eine bestimmte Art von
denen es ihrer geschützten Lagesie den Tastempfindungen dienen.
bestimmten Geschmacks-Nerven vermittelt wird,
(jesclimsicksempfindiingen.
Wir haben oben gesehen, dass die verschiedenen Geschmacksempfin-dungen wahrscheinlich nicht verschiedene Erregungszustände in ein undderselben Paser sind, sondern, dass sie wahrscheinlich Erregungszuständeverschiedener Arten von Nerven sind, die miteinander in das schmeckendeOrgan eintreten. Wenn wir fragen, welche Eigenschaft eine Substanzhaben nrass, um überhaupt Geschmacksempfindung zu erregen, so könnenwir im Allgemeinen nur sagen, dass sie zunächst löslich sein mttss, damitsie sich überhaupt in der Flüssigkeit, welche die Zungen Schleimhaut durch-trankt, verbreiten kann. Wir wissen aber, dass viele lösliche Substanzendurchaus keinen Geschmack haben, oder dass sie wenigstens einen sounbestimmten Eindruck auf die Gesehmacksnervcn machen, dass wir denGeschmack als fade bezeichnen. Mit anderen Worten, sie afficiren dieNervenendigungen nicht viel anders, als diese schon von der Mundflüssigkeitafficiii werden, mit welcher dieselben immer in Berührung stehen. InRücksicht auf andere Substanzen aber, denen wir einen speeifischen Ge-schmack zuschreiben, theilen wir den Geschmack in gewisse Kategorienein, welche in einem gewissen Zusammenhango mit den chemischenEigenschaften der Substanzen stehen. Von diesen Kategorien sind dieam besten begrenzten, die des Salzigen, des Süssen, des Sauren, desBitteren und diese sind insofern an gewisse chemische Verbindungengeknüpft, als Reihen von.unter sich verwandten chemischen Verbindungen,gerade diese Geschmacksempfindungen hervorrufen. So ruft ein grosserTheil der Körper, die wir Sauren nennen, uns die Geschmacksempfindungdes Sauren hervor. Die Zucker und das Glycerin, freilich auch mehrereandere, mit diesen durchaus chemisch nicht verwandte Körper, rufen unsdie Geschmacksempfindung dos Süssen hervor, das Chlornatrium und Chlor-ammonium rufen uns die Geschmacksempfindung des Salzigen hervor, undeine Eeiho von organischen Basen, aber auch andere organische Verbin-dungen, rufen uns die Empfindung des Bitteren hervor. Es ist jedochdieser Zusammenhang zwischen den Stoffen und den Geschmacksempfin-dungen, welche sie erregen, durchaus kein solcher, dass er in grössererAusdehnung in Rücksicht auf das chemische System durchgeführt werdenkönnte. Wenn wir also von der Idee ausgehen, dass verschiedeneGeschmacksempfindungen auf der Erregung von verschiedenen Nervenberuhen, können wir nur sagen: Diejenigen Nerven, welche uns dieEmpfindung des Sauren erregen, werden von denjenigen Körperu amstärksten erregt, welche wir Säuren nennen, oder vielmehr von einerReihe dieser Körper, und diejenigen Nerven, welche uns die Geschmacks-empfindung des Süssen zubringen, werden am meisten erregt von denZuckerarten u. s. w.
Es lehrt nun die Erfahrung, dass gewisse Geschmacksempfindungeneinander compensiren können, ohne dass die chemischen Eigenschaften dererregenden Körper einander compensiren. Es ist bekannt, dass etwas, was
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