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Geruchssinn,
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eine Consonanz geben, und dass diejenigen, deren Schwingungszahlenin einem eomplicirten Verhältnisse stehen, eine Dissonanz geben: aberworauf die Consonanz und Dissonanz eigentlich beruhe ist erst in neuererZeit von Helmholtz aufgedeckt worden. Hclraholtz hat gezeigt, dassConsonanz nichts Anderes heisst als continuirliche Tonempflndung, undDissonanz nichts Anderes heisst als discontinuirliche Tonempflndung.Zwei Töne, welche um ein sehr Geringes von einander entfernt sind,geben, wie wir früher gesehen haben, Schwebungen, indem sich durchdas abwechselnde Aufeinandcrfallen von Wellenberg und Wellenberg unddann wieder von Wellenberg und Wellenthal, die Impulse in der einenPeriode zu einander addiren, in der andern sich von einander abziehen,einander vernichten. Wenn die Differenz der Töne grösser wird, so mussdie Periode, in der diese Abwechslungen erfolgen, kleiner werden, esmüssen also mehr Schwebungen in der Zeiteinheit entstehen, und end-lich rücken die Schwebungen so nahe an einander, dass dadurch eingewisses Stossen, ein gewisses Knarren, eine unangenehme Rauhigkeitdes Tones entsteht, und das ist es, was man mit dem Namen der Disso-nanz bezeichnet. Die Rauhigkeit der Töne ist am grössten, wenn etwa33 Schwebungen in der Seounde stattfinden. Wenn weniger Schiebungenin der Secunde stattfinden, ist die Dissonanz weniger unangenehm, weildann die Schwebungen doch noch weiter auseinanderfallen und sich nichtso scharf markiren. Wenn mehr Schwebungen als 33 in der Secundestattfinden, so verwischen sie sich wieder mehr, fiiessen mehr ineinanderund sind dadurch weniger lästig. Es gilt dies für alle Tonlagen. Es giltauch für hohe Tonlagen, in welchen sich noch viel mehr als 33, ja nochmehr als 40 Schwebungen in der Secunde durch ihre Rauhigkeit kennt-lich machen.
Helmholtz hat nun den Grad der Rauhigkeit der einzelnen Töneberechnet, rein nach physikalischen Grundsätzen, und hat dann gefunden,dass in der That das Resultat ein solches war, dass sich wirklich die-jenigen Intervalle, welche als die reinsten und die besten bekannt sind,auch hier bei der Rechnung als die reinsten und besten erwiesen, unddass in der That für diejenigen Combinationen, welche in der Musikals entschiedene Dissonanzen bekannt sind, das Maximum der Rauhigkeitherauskam. Sie sehen leicht ein, dass hiermit eine theoretische Grund-lage für die Musik gegeben ist, auf der auch Helmholtz in seinemWerke fortgebaut hat.
Geruchssinn.
Beim Riechen haben wir es mit Substanzen zu thun, welche mitNerven in Berührung kommen und dieselben chemisch erregen. Es fragtsich: Wie sind diese Nerven beschaffen, und mit welchen Endgebildensind sie versehen für die Aufnahme der Substanzen, von welchen sieerregt werden sollen ? Es ist bekannt, dass der N. olfaotorius in seinemhitracraniellen Theile nicht das ist, was wir mit dem Namen eines Ner-ven zu bezeichnen pflegen, sondern dass er ein vorgeschobener Hirntheil