Inneres Ohr.
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stehenden Figur 63, theilweise nach Waldeyer, dargestellt ist. u istder Utriculus, -s der Saceulus, c die Schnecke und p der Aquaeductusvestibuli.
In der Schnecke kennt man seit langer Zeit zwei Abtheilungen,die Scala tympani und die Seala vestibuli, und diese beiden sind voneinander durch eine Scheidewand getrennt, die theils häutig, theilsknöchern ist, und deshalb in die Lamina spiralis ossea und die Laminaspiralis membranacea getheilt wird. Nun hat aber Eeissner noch eineweitere Membran entdeckt, Fig. 64 n- welche von der Lamina spiralis
Fig. 61,
ossea schräg durch die Scala vestibuli verläuft und sich an die äussereWand des Schneckcnkanals ansetzt. Sic heisst nach ihm die Rcissncr'scheMembran. Der Querschnitt des Schneckcnkanals ist also nicht blos inzwei Abtheilungen, in die Scala tympani und Scala vestibuli, getheilt,sondern dazwischen liegt eine dritte Abtheilung, die auf Kosten der altenScala vestibuli gebildet ist und den Namen Canalis cochlearis oder Scalamedia führt.
Gerade in dieser Abtheilung liegen alle diejenigen Gebilde, welchein neuerer Zeit das Interesse besonders in Anspruch genommen haben.Vor einer Reihe von Jahren entdeckte Corti, dass sich auf der Laminaspiralis membranacea eigenthümliche zellige Gebilde befinden, die inReihen angeordnet sind, welche den spiralen Windungen der Schneckefolgen. Davon waren besonders zwei elastische Gebilde auffallend, welchenach Art eines Dachfirstes gegen einander gestemmt waren, ein massi-verer Theil, Fig. 64 a, welchen man in neuerer Zeit mit dem Namendes Steges, und ein dünnerer, schlankerer Theil, Fig. 64 b, den man inneuerer Zeit mit dem Namen der Saite bezeichnet hat. Ausserdem liegendaneben noch mehrere Arten von Zellen, die zum Theil von Corti schongekannt waren, zum Theil erst von späteren Beobachtern beschrieben