Druckschrift 
1 (1881) Physiologie des Kreislaufs, der Ernährung, der Absonderung, der Respiration und der Bewegungserscheinungen
Entstehung
Seite
241
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

«tav;?^

Die Fette, Die Eiweisskörper.

241

"eim Kochen mit Kali nicht bräunt, und dass er weder die Trommer-s che, noch die Böttger'sche Zuckerprobe gibt. Es gibt aber für ihn eineandere charakteristische Keaction. Man nimmt eine kleine Portion vorherMöglichst gereinigten Inosits, dampft sie, mit etwas Salpetersäure be-suchtet, auf einem Platinbleche oder in einer Porcellansehale ein, be-suchtet dann den Rückstand mit Chlorcalcium und Ammoniak und ver-dampft wieder; dann tritt beim Erwärmen eine rosenrothe Pärbung ein.dieselbe hält aber nur so lange an, als die Probe trocken gehalten*ird. Die Farbe verschwindet an feuchter Luft, indem durch dasulorcalcium Wasser angezogen wird, und man muss die Probe, wenn^än. sie längere Zeit erhalten will, in einen Trockenraum bringen, oderla einem gewärmten Eaume aufbewahren.

Das sind die hauptsächlichsten der Kohlehydrate, welche Bestand-teile unserer Nahrung ausmachen. An sie schliesst sich noch dase otin an. Das Pectin kommt in den sauren Früchten fertig gebildet° r , und auf dem Gehalte an Pectin beruht es, dass der Saft dieser8 *uren. Früchte, wenn er eingekocht wird, gelatinirt. Ausserdem wirdlas Pectin aber auch in der Küche erzeugt. Es findet sich in den un-

eifen Früchten eine schwerlösliche Substanz, welcher man den Namenp

Fetose gegeben hat. Diese Pectose kommt ausserdem in vielen Wur-

2e «i vor, in den Möhren u. s. w. Wenn man dieselbe längere Zeit,

°Uer mit Zusatz von Säuren kürzere Zeit kocht, geht sie in das lösliche

"eetin über. Man nimmt an, dass beim Reifen der Früchte das Pectin,

Welches später in ihnen enthalten ist, sich langsam unter dem Einflüsse

^ er Säure und eines Fermentes aus der unlöslichen Pectose bildet. Das

^ e otin ist kein Kohlehydrat, man gibt ihm die Formel C 32 H i% 0 32 .

Die Fette.

. Die zweite Gruppe unserer Nahrungsmittel ist die Gruppe dere tte. Es dienen uns im Allgemeinen alle neutralen Glyeerinfette zurJahrimg, deren Schrnclzungspunkt derart ist, dass sie in unserem Darm-anale in den flüssigen Zustand übergehen. Das ist der wesentliche. Unkt; sie müssen im Magen und im Darmkanale schmelzen, damit sie* Emulsion übergehen und resorbirt werden können; denn wir werdenPater sehen, dass die Fette im emulgirten Zustande resorbirt werden.

.wer" 1 'nocli

de*

\ vor-

Die Eiweisskörper.

ft Unter den stickstoffhaltigen Nahrungsmitteln treten uns in erstereine als die wichtigsten entgegen die Eiweisskörper, und zwar nicht nurle Eiweisskörper des Thierreichs, welche wir schon zum Theile kennen

= e ternt haben, sondern auch die Eiweisskörper des Pflanzenreichs. Die

üanzen enthalten ein natives Eiweiss, welches dem im Thierkörper ganz

Uulich zu sein scheint, und welches man als lösliches Pflanzeneiweiss

Zeichnet; sie enthalten auch einen freiwillig gerinnenden Eiweisskörper.

ui ausgepressten Pflanzensafte sieht man häufig ein grünlich gefärbtes

° a gulum sich abscheiden, das aus einem Eiweisskörper besteht, derIre'

W

:1 willig geronnen ist, und der die Chlorophyllkörner in ähnlicherei se eingeschlossen hat, wie beim Gerinnen des Blutes das Fibrin die

Brücke. Vorlesungen. I. 3. Aufl. 16