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1 (1881) Physiologie des Kreislaufs, der Ernährung, der Absonderung, der Respiration und der Bewegungserscheinungen
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Die Kohlehydrate.

bezeichnet. Er zerfällt nämlich vorher in zwei Zucker, in einen rechts-drehenden, den gewöhnlichen Traubenzucker, und einen linksdrehendenunkrystallisirbaren Zucker, welchen wir mit dem Namen des Frucht'zuckers bezeichnen, weil er in den süsssauren Früchten vorkommt. DieseInversion können wir immer rasch eintreten lassen dadurch, dass wir denKohrzucker mit einer verdünnten Säure erwärmen. Dann entstehen diebeiden erwähnten Zucker, der Traubenzucker und der Fruchtzucker, u ndda beide sich mit Kali bräunen, da beide die Trommer'sche und dieBöttger'sche Zuekerprobe geben, so hat man hierin ein Mittel, um aud 1den Kohrzucker in Flüssigkeiten mittelst dieser Proben nachzuweisen. M» nüberzeugt sich zunächst, dass die Lösung nicht direct reducirt, dan°setzt man zu einer neuen Probe etwas Salzsäure und erwärmt. Dan 11übersättigt man wieder mit Kali und stellt die Zuckerproben an: trittnun Reduction ein, so kann man, wenn die Gegenwart anderer durc«die verdünnte Säure leicht zersetzbarer Körper, von denen eine redu*cirende Substanz abgespaltet worden könnte, ausgeschlossen ist, aUKohrzucker schliessen.

Wenn der Kohrzucker vergähren soll, so muss er, wie gesagt, sie 11vorher in rechtsdrehenden Traubenzucker und in linksdrehenden Frucht'zucker spalten, und diese vergähren dann beide nach einander. De 1Stärkezucker gährt aber viel leichter als der Fruchtzucker, und dabeigeschieht es, dass zuerst während der Gährung, wenn man Proben he*'ausnimmt und im Polarisationsapparate untersucht, die Drehung imm elweiter nach links geht: dann aber erreicht die Linksdrehung ihr Maxi'mum, sie fängt an, langsam zurückzugehen, und kommt endlich wied 01 'auf Null zurück. Der Zeitpunkt, wo sie das Maximum erreicht hat'war derjenige, in welchem der rechtsdrohende Traubenzucker in Alkohound Kohlensäure zerfallen war, der Fruchtzucker aber noch nicht v 01 'gohren war: dann kommt der Fruchtzucker an die Keihe, und wenn auc**dieser ganz zerfallen ist, dann ist das Drchungsvermögen der Flüssigke 1Null, und die Gährung ist beendigt.

Eine wesentliche Kolle unter den Nahrungsmitteln spielt fern*noch der Milchzucker, der heutzutage iii den Sennereien der Schwe 1fabriksmässig gewonnen wird. Man gibt ihm die Formel C 12 Hu '?'Er krystallisirt, dreht die Polarisationsobenc nach rechts, er gibt dl 1Zuckerproben, er ist direct gährungsfähig. Dies sind alles Eigenschaft^ 11 'welche er mit dem Traubenzucker gemein hat, und in der That ist 6unmöglich, ihn in Lösungen vom Traubenzucker zu unterscheiden. B- aman ihn aber zum Krystaliisiren gebracht, so unterscheidet er sich da _durch, dass er sowohl in Wasser, als besonders in Alkohol schwel' 01löslich ist als der Traubenzucker.

Ausser diesen Zuckern ist als Bestandtheil unserer Nahrung n° cein zuckerähnlicher Körper zu erwähnen, ein süssschmeckendes Kohl 0 'hydrat, welches von Scher er im Muskelfleisehe entdeckt worden jSund den Namen Inosit führt. Der Inosit [C 6 H n 0 6 + 2 H 2 0\, del 'identisch ist mit dem in den grünen Bohnen (Phaseolus vulgaris) vo rkommenden Phaseomannit, hat mit den Zuckern gemein, dass er elKohlehydrat ist, dass er süss schmeckt, dass er fähig ist, die Milchsäuregährung einzugehen. Er unterscheidet sich aber von ihnen dadurch, das

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er weder direct, noch indirect die Alkoholgährung eingeht, dass er s 1

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