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1 (1881) Physiologie des Kreislaufs, der Ernährung, der Absonderung, der Respiration und der Bewegungserscheinungen
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Die Kohlehydrate.

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die

ln beträchtlicher Menge enthalten und wird als solches von uns ge-nossen.

Eine dritte hier anzureihende Substanz ist das Inulin oder Dahlin,^° genannt, weil es erstens gefunden worden ist in der Wurzel von Inula^elenium, und zweitens in den Knollen der Dahlien oder Georginen.^ s wird, und wurde früher häufiger als jetzt, in den sogenannten Erd-b 'i'nen, den Knollen von Helianthus tuberosum, dem Tobinambur, genossen,de r, ehe die Kartoffeln so vorbreitet waren wie jetzt, in grosser Menge111 Oesterreich angebaut wurde. Das Inulin aus dem Topinambur verhält^ch übrigens etwas verschieden von dem Inulin aus Inula Helenium.u as letztere wird aus Inula Helenium durch Kochen gewonnen. Mannltrirt, erhält eine klare Flüssigkeit, und diese setzt beim Erkalten ein"ulver ab, welches nur in geringer Menge in kaltem, aber leicht in^armem Wasser löslich ist, sich mit Jod nicht färbt, und gelöst die"olarisationsebene nach links dreht. Das Inulin aus Topinambur unter-scheidet sich dadurch, dass es im Wasser löslicher ist, als das andere.*s scheint in einem physiologischen Zusammenhange mit dem Rohrzucker^i stehen. Wenn man im Herbste die Knollen des Topinambur aus derf*de nimmt, so enthalten sie verhältnissmässig wenig Zucker und grosse"engen von Inulin, wenn man sie dagegen im Frühlinge aus der Erden 'mmt, so enthalten sie viel weniger Inulin, dafür aber eine sehr grosse^•enge von Zucker, und dieser Zucker ist nicht Traubenzucker, sondernRohrzucker.

Es sind hier ferner die Gummiarten anzureihen. Wir theilen die"ummiarten, welche im Handel vorkommen, ein in solche, welche Ära bine nthalten, und in solche, welche aus Bassorin bestehen. Die ersterenf'nd die, welche mit Wasser klare Lösungen bilden, die andern die-.lönigen, welche im Wasser nur zu einem Schleime aufquellen. Man be-lehnet auch die ersteren Gummiarten als arabischen Gummi, die anderena « Tragantgummi. Das Arabin kommt auch mit andern Substanzen ver-unreinigt in unserem gewöhnlichen einheimischen Kirschgummi vor. Esio 'st sich in Wasser zu einer klebrigen Flüssigkeit auf, dreht die Polari-s ationsebene nach links, und wird durch Alkohol aus seinen Lösungenausgefällt, so lange es in seiner Verbindung mit Kalk, wie im natürlichenar abischen Gummi, darin enthalten ist. Auch durch Eisessig werdenGummilösungen gefällt. Sowohl das Arabin als das Bassorin dienen2 War nicht bei uns, aber in Afrika sehr häufig zur Nahrung. Auch in^ e m. Zuckerwerk des Orients, welches bis hieher verführt und auchnier genossen wird, ist Arabin in beträchtlicher Menge enthalten.

Wir haben noch verschiedene Zuckerarten anzureihen, zunächst^Useren gewöhnlichen Bohrzucker, oder wie man jetzt sagen sollte,Rübenzucker. Chemisch unterscheidet sich der Eohrzucker vom Büben-2u cker nicht. Man gibt ihm die Formel C, 2 27 22 O u . Er krystallisirt inBossen und gut ausgebildeten Krystallen, dreht die Bolarisationsebene nachre ohts und unterscheidet sich vom Traubenzucker dadurch, dass er die ge-wöhnlichen Zuckerproben nicht gibt. Er bräunt sich nicht beim Kochen mit^ali, und er reduoirt auch nicht direct Kupferoxyd, Wismuthoxyd u. s. w.* a alkalischen Lösungen. Ferner ist er auch nicht direct gährungsfähig.; ir bringen ihn zwar vielfältig zum Vergähren, aber dann muss er vorhere, np Veränderung eingehen, welche man mit dem Namen der Inversion